Aurelius verkauft Tochter
Der Münchener Finanzinvestor Aurelius verkauft seine auf Elektromotoren spezialisierte Tochter Schabmüller nach Italien. Die Münchener dürften dabei einen deutlichen Gewinn eingefahren haben, nachdem Schabmüller erfolgreich zur Profitabilität geführt wurde.
Vor rund einer Woche hat DER AKTIONÄR in der Printausgabe noch auf einen möglichen Exit bei Aurelius spekuliert, schon ist er eingetreten. Der Münchener Finanzinvestor verkauft die in der Oberpfalz ansässige Tochtergesellschaft Schabmüller an die italienische ZAPI-Gruppe.
Erfolgreich restrukturiert
Aurelius hatte den Unternehmensbereich Gleichstrommotoren im März 2007 von der amerikanischen Sauer-Danfoss übernommen und dem Unternehmen seinen traditionellen Namen 'Schabmüller' zurückgegeben. 2009 haben die Münchener zusätzlich der Bereich Wechselstrommotoren von Sauer-Danfoss übernommen. Die operativen Probleme, die damals aufgrund der ineffizienten Vertriebsorganisation und der Sitzverlegung nach Dänemark entstanden, sind Geschichte. Aurelius hat den Elektromotorenspezialisten erfolgreich restrukturiert. Heute ist Schabmüller Technologieführer bei hochspezialisierten Elektromotoren und Weltmarktführer insbesondere bei Elektromotoren für Gabelstapler, wo die Oberpfälzer auf fast 30 Prozent Marktanteil kommen. Mit 389 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen im Jahr 2011 einen Umsatz von 61,3 Millionen Euro und ist mit einer zweistelligen EBITDA-Marge sehr profitabel. Unter der Führung von Aurelius wurde die Zahl der Mitarbeiter um mehr als 25 Prozent gesteigert werden. Der Umsatz hat sich nahezu verdoppelt und wird inzwischen zu über 90 Prozent aus dem Export generiert.

Guter Deal
DER AKTIONÄR geht davon aus, dass die ZAPI-Gruppe mindestens den einfachen Umsatz für Schabmüller bezahlt, was deutlich über dem Buchwert liegen dürfte. Im dritten Quartal ist daher mit einem deutlichen Gewinnsprung zu rechnen. Zudem dürfte sich die Nettocash-Position im Konzern von 100 Millionen Euro vor der Transaktion noch einmal deutlich erhöhen. Die Transaktion macht letztendlich deutlich, dass Aurelius beim aktuellen Börsenwert, der im Bereich des Buchwertes liegt, deutlich unterbewertet ist. DER AKTIONÄR sieht die Aktie daher weiterhin als Kauf. Das Kursziel bleibt vorerst bei 40 Euro.
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