Auf die Bremse: Solarworld schließt eine US-Fabrik
Die Negativnachrichten aus der Solarbranche reißen nicht ab. Nun meldet Solarworld, dass die Produktion in Camarillo beendet wird. Auch in Deutschland werden ältere Fabriklinien außer Dienst gesetzt.
Man hört die Reifen förmlich quietschen: Solarworld-Chef Frank Asbeck tritt kräftig auf die Bremse. Nach einer Phase des massiven Ausbaus werden nun ältere deutsche Linien und eine der zwei US-Fabriken stillgelegt. So wird die Modulproduktion in Camarillo/Kalifornien beendet und komplett in Hillsboro gebündelt. Solarworld teilte weiter mit: "Durch die Zusammenführung an einem vollintegrierten Standort hebt die SolarWorld AG Synergiepotenziale und senkt die Produktionskosten. (...) In Deutschland verfügt SolarWorld am Standort Freiberg/Sachsen über eine Jahreskapazität von 1.000 MW auf modernstem Stand. Ältere Produktionsteile können damit außer Betrieb genommen werden."

Bereits vor wenigen Tagen hatte Firmenchef Frank Asbeck gegenüber dem AKTIONÄR gesagt: „Rund die Hälfte des Weltbedarfs von rund 16 GW liegen derzeit auf Lager. Dabei handelt es sich größtenteils um chinesische No-Name-Produkte. (...) Eine Entspannung der Lage sehe ich frühestens im vierten Quartal dieses Jahres."
Aufgrund des charttechnischen Abwärtstrends sollte die Aktie gemieden werden. Der Autor dieses Artikels hat sich unlängst auch im DAF-Interview zu den Perspektiven der Branche und Solarworld geäußert.
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