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Auf der Schokoladenseite: Halloren schlägt sich wacker

Florian Söllner

Die Halloren Schokoladenfabrik hat im ersten Quartal 2012 erneut ein deutliches Wachstum erzielt. Auch der Ausblick und die günstige Bewertung des Nebenwertes gefallen.

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Aktionäre dürften den Appetit auf die Schoko-Aktie noch nicht verloren haben. Denn die Halloren Schokoladenfabrik hat Ende Mai erneut respektable Zahlen vorgelegt. So kletterte der Umsatz um 21 Prozent auf 18 Millionen Euro. Das EBITDA stagnierte bei 1,44 Millionen Euro. Doch die Gewinndynamik dürfte bald zurückkehren. Firmenchef Klaus Lellé sagte: "Trotz der nach wie vor angespannten Rohstoffsituation bleibt Halloren zuversichtlich. Die Umsätze sollen um 26 Prozent auf 86 Millionen Euro steigen und das EBIT um 36 Prozent rund 3,8 Millionen Euro anwachsen." Untermauert wird dieser Optimismus von einer starken Nachfrage nach Halloren-Süssigkeiten. So gingen im ersten Quartal Aufträge in Höhe von 20 Millionen Euro ein, womit das Niveau des Vorjahresquartals um 19 Prozent getoppt werden konnte.

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Niemand hat mehr Erfahrung in der Vermarktung von Naschprodukten. Die 1804 gegründete ist Deutschlands älteste Schokoladenfabrik. Basis des Erfolgs ist die süße Halloren-Kugel, die mittlerweile auch in Skandinavien und den USA eine große Beliebtheit erfährt - hier generiert der in Halle beheimatete Konzern bereits ein Viertel des Gesamtumsatzes. Um im Kampf gegen die übermächtigen Schweizer und nordamerikanischen Schokoladen-Konzerne bestehen zu können, setzt Halloren zudem auf Nischen und die Entwicklung immer neuer Schokoladen und Pralinen. Ein junges, freches Produkt sind etwa die Anfang 2012 vorgestellten "Playboy Pralinés".

Historisches Wachstum

2011 war die 2007 an die Börse gegangene Schokoladenfirma Halloren das sechste Jahr in Folge zweistellig gewachsen. Doch im letzten Jahr lief nicht alles rund. Obwohl mehr verkauft wurde, brach der Gewinn gegenüber dem Vorjahr zeitweise um fast 50 Prozent ein. Schuld waren vor allem stark gestiegene Preise für Zucker und Kakao. Doch das Problem ist vorerst gelöst. Die Rohstoffpreise sind mittlerweile wieder gefallen und Produkte mit besonders hohem Zuckeranteil aussortiert worden.

Bei Schwäche kaufen

DER AKTIONÄR hält an seiner Empfehlung ("Deutschland einig Schokoland") fest. Das 2012er-KGV dürfte aktuell bei günstigen 12 liegen. Zudem beträgt die Dividendenrendite knapp fünf Prozent. Neueinsteiger sollten abwarten, inwieweit der Widerstand bei sieben Euro knackbar ist. Bei Kursschwäche bleibt das volatile Papier aufgrund der günstigen Bewertung jedoch ein klarer Kauf.

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