Erfolg für das Berliner Biotech-Unternehmen Mologen: Die Europäische Kommission hat Mologen den sogenannten Orphan Drug Status für seine zellbasierte Gentherapie zur Behandlung von Nierenzellkrebs erteilt. Die Kommission folgt damit der Empfehlung der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA vom September dieses Jahres.
Mologen kommt bei der Entwicklung seiner Medikamente voran und erhält dabei Unterstützung von den Behörden. Das eröffnet auch der Aktie neues Potenzial.
Erfolg für das Berliner Biotech-Unternehmen Mologen: Die Europäische Kommission hat Mologen den sogenannten Orphan Drug Status für seine zellbasierte Gentherapie zur Behandlung von Nierenzellkrebs erteilt. Die Kommission folgt damit der Empfehlung der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA vom September dieses Jahres.
Richtungsweisend
Für Mologen ist dies nicht nur deshalb eine gute Nachricht, weil der Orphan Drug Status dem Unternehmen einige Vorteile bei der Entwicklung, der Zulassung und der Vermarktung des neuen Medikamentes sichert. Das Votum der Behörden zeigt auch, dass die Berliner mit ihrem innovativen Ansatz einer Krebsbehandlung auf Grundlage der zellbasierten Gentherapie auf dem richtigen Weg sind. Zumal die Ergebnisse der bisherigen Studien nicht nur die Verträglichkeit und Wirksamkeit für die Indikation Nierenkrebs belegen, sondern durchaus auch nahelegen, dass sich diese Form der Behandlung auch für andere Krebsarten eignen könnte. Auch die Tatsache, dass vor kurzem die hauseigene MIDGE-TH1-Technologie, die zur Entwicklung von DNA-Impfstoffen dient, bis 2020 patentrechtlich geschützt werden konnte, dürfte dazu beitragen, dass das Vertrauen der Anleger in die Mologen-Aktie wieder wächst. Dieses hatte gelitten, nachdem das Unternehmen im März dieses Jahres ein Joint Venture in Saudi-Arabien gekündigt hatte, das bis 2007 rund neun Millionen Euro einbringen sollte. Stattdessen verkündete Mologen einen Strategiewechsel, der ein standortunabhängiges
Lizenzmodell für die zellbasierte Gentherapie vorsieht.
Widerstand im Visier
Die Aktie von Mologen muss im Bereich zwischen neun und zehn Euro einige kleinere Widerstände überwinden. Gelingt dies, wäre der Weg frei bis etwa in den Bereich um 14 Euro. Rückenwind sollte die Notierung durch den zuletzt positiven Nachrichtenfluss erhalten. Risikofreudige Anleger legen sich einige Stücke als Beimischung ins Depot.
Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 45/2006.
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