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AT&S: Weniger Schwung für 2012

Jochen Kauper

Der Leiterplatten-Hersteller AT&S schraubt die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr zurück. Der Jahresumsatz soll nur noch bei rund 500 Millionen, die EBIT Marge bei maximal neun Prozent liegen. Bei der im Mai des Vorjahres ausgegebenen Guidance hat AT&S noch Höhere Ziele ausgerufen. Was bedeutet das für die Aktie?

Noch vor wenigen Monaten war AT&S Firmenlenker Andres Gerstenmayer sehr optimistisch gestimmt was die aktuelle Geschäftslage „seines" Unternehmens betraf. Mittlerweile haben sich die Vorzeichen geändert. Der Chef des Leiterplattenherstellers und Apple-Zulieferers hat die Erwartungen für das Geschäftsjahr nach unten geschraubt.

Unternehmen rudert zurück

Der Jahresumsatz von AT&S soll nur noch bei rund 500 Millionen Euro liegen, noch im Vorfeld veranschlagten 535 bis 550 Millionen Euro. Die Marge wird nun nur noch zwischen acht und neuen Prozent erwartet. Vorher hatte Gerstenmayer noch eine Panne von über neuen Prozent in Aussicht gestellt.

Mittelfristig weiter aufwärts

"Trotz der erfreulichen Entwicklung im Segment Mobile Device und der Erweiterung der Kundenbasis können wir den Rückstand aus dem ersten Quartal nicht mehr aufholen. Die Folgen der Ereignisse in Japan und die anhaltende Finanz- und Schuldenkrise in Europa treffen uns im Industriesegment unmittelbar", erklärt Firmenchef Gerstenmayer die revidierten Erwartungen. Der Markt sei fundamental weiterhin intakt und zeige mittel- bis langfristig attraktive Wachstumsraten, so der Firmenlenker weiter.

Medizintechnik soll es richten
AT&S erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von rund 130 Millionen Euro - nach 131,4 Millionen Euro im Quartal zuvor. Das EBIT beläuft sich auf 12,1 Millionen Euro. Im zweiten Quartal hatte man 15,2 Millionen Euro erreicht. In Zukunft will AT&S im Medizinbereich Erfolge feiern. Im laufenden Monat  wurden die ersten Herzschrittmacher mit einer Leiterplatte von AT&S ausgestattet bereits ausgeliefert.

Aufwärtstrend?

Bis Anfang 2011 befand sich die Aktie von AT&S in einem schönen Aufwärtstrend. Danach erfolgte der Absturz. Zuletzt hat das Papier im Bereich von rund 8,00 Euro aber einen Boden ausgebildet. Mit dem überschreiten der 10,00 Euro Marke eröffnet sich der Aktie weiteres Potenzial.

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