Thomas Bergmann
Die Beteiligungsgesellschaft hat Zahlen zum Horrorjahr 2009 vorgelegt. Die Umsätze brachen um knapp 40 Prozent ein, nach Steuern versenkte der Konzern 153 Millionen Euro! Das erste Quartal jedoch lässt hoffen ...
Das Großreinemachen bei Arques Industries hat schauderhafte Zahlen zu Tage gefördert. Wegen Abschreibungen, Wertberichtigungen und Forderungsverlusten muss der Beteiligungskonzern für das Geschäftsjahr einen dreistelligen Millionenverlust ausweisen. Doch ganz abschreiben sollte man das Unternehmen (noch) nicht: Nach vorläufigen Ergebnissen hat Arques im ersten Quartal positiv abgeschnitten.
Rekordverlust
153.000.000 Euro oder das Sechsfache der aktuellen Marktkapitalisierung hat Arques im Geschäftsjahr 2009 Verlust gemacht. Der Umsatz ist im gleichen Zeitraum um fast 40 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro eingebrochen. Ein düsteres Bild, das Arques abgibt, und ein simpler Grund, warum die Aktie mittlerweile zum Pennystock (aktueller Kurs 0,95 Euro) mutiert ist.
Doch es gibt noch ein Fünkchen Hoffnung, dass der Konzern sich nicht selbst restrukturieren muss oder schlimmstenfalls komplett vom Kurszettel verschwindet. In den ersten drei Monaten 2010 verbuchte Arques zwar einen Umsatzeinbruch um knapp 80 Prozent auf 267 Millionen Euro, aber nach Steuern verdiente die Gesellschaft eine Million Euro. Das operative Ergebnis des ersten Quartals liegt bei 24 Millionen Euro und entspricht damit in etwa der aktuellen Marktkapitalisierung.

Papier für Zocker
Unter fundamentalen Gesichtspunkten ist es noch verfrüht, zum Einstieg zu blasen. Sollte sich aber der Aufwärtstrend in den nächsten Quartalen bestätigen, könnte die Arques-Aktie wieder in den Bereich von 1,50 bis 2,00 Euro vorstoßen. Das Papier eignet sich dennoch nur für sehr mutige Anleger, die sich mit einem Stopp bei 85 Cent absichern sollten.