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Arcandor: Karstadt-Rettung rückt näher

Andreas Deutsch

Bei Karstadt sieht derzeit alle nach einem Happy end aus. Am Donnerstag einigten sich die Anleihegläubiger des Vermieterkonsortiums Highstreet, dem Mietvertrag mit Investor Nicolas Berggruen zuzustimmen. Die Arcandor-Aktie, Deutschlands Zockerpapier Nummer 1, gewinnt acht Prozent.

Für Euphorie gibt es aber noch keinen Grund. Denn die Einigung mit den Anleihegläubigern wäre nur ein erster Schritt. Im zweiten Schritt müssen die sogenannten Mezzanine-Kapitalgeber zustimmen. Diese Gespräche stehen laut einem Reuters-Bericht kurz vor dem Durchbruch. Die Mezzanine-Kapitalgeber haben eine Mischung aus Eigen- und Fremdkapital eingelegt. Daher haben sie weder Sicherheiten noch Stimmrechte, erhalten dafür aber höhere Zinsen.

Bald Entscheidung?

Der Zeitplan ist eingesteckt. Bis Mitternacht soll eine Entscheidung der Geldgeber gefallen sein. Am Freitag will das Amtsgericht Essen dann verkünden, ob der Insolvenzplan für Karstadt in Kraft treten kann.

Nur für Zocker

Egal, ob Karstadt gerettet wird oder nicht: Die Aktie von Arcandor, dem Mutterkonzern von Karstadt, taugt ausschließlich für Zocker.

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