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Arcandor: Görg ist sauer - Aktie mit Riesensatz

Andreas Deutsch

Das letzte Gefecht wird immer brisanter. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hat Maurizio Borletti massiv attackiert. Die ihm in den vergangenen Wochen unverlangt zugesandten Papiere seien ohne Substanz, so Görg. Unterdessen hob die Arcandor-Aktie gestern ab, gewann 21 Prozent.

Die öffentliche Behauptung, Borletti habe unterschriftsreife Verträge vorgelegt, treffe nicht zu, so Görg. "Die mir übermittelten Texte enthalten in ganz wesentlichen Teilen Hoffnungen und sie enthalten Lücken, die die von Ihnen geäußerte Erwartung, dass mit Ihrer Hilfe die Liquidation von Karstadt nach einem Scheitern des Berggruen-Prozesses abgewandt werden könnte, widerlegen", schreibt der Insolvenzverwalter.

Görg glaubt an Happy end

Der italienische Modeunternehmer Borletti wirbt seit Wochen um Karstadt. Ende Juli hatte er überraschend ein Angebot für Karstadt abgegeben. Der Italiener will angeblich 100 Millionen Euro für die insolvente Warenhauskette bezahlen.

Weiter zeigte sich Görg optimistisch, dass die Karstadtübernahmen noch in dieser Woche in trockenen Tüchern ist. "Ich gehe davon aus, dass alle Entscheidungsträger ehrbare Kaufleute sind. Ich gehe davon aus, dass sie in den vergangenen Wochen und Monaten ihr Haus bestellt und dafür Sorge getragen haben, dass der Abstimmungsprozess am 2. September 2010 endlich zu der von und für alle Seiten sicheren Transaktion führt."

Das Amtsgericht Essen entscheidet aller Voraussicht nach am Freitag darüber, ob der Investor Nicolaus Berggruen Karstadt übernehmen darf oder nicht.

Nur für Zocker

Nach der Kursexplosion von gestern dürfte es bei der Zockeraktie Arcandor heute zu Gewinnmitnahmen kommen. Seriöse Anleger meiden das Papier.

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