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Arcandor: Alles aus?

Andreas Deutsch

Platzt die Karstadt-Rettung doch noch? Investor Nicolas Berggruen, der den Zuschlag für die insolvente Warenhauskette erhalten hat, und das Vermieterkonsortium Highstreet haben immer noch keine Einigung bei den künftigen Mieten erzielt. Unterdessen hat die Arcandor-Aktie gestern mal wieder einen ordentlichen Satz gemacht.

Bei Karstadt liegen die Nerven offenbar blank. Die Rettung des deutschen Traditionsunternehmens hängt am seidenen Faden. Nun fordert Hellmut Patzelt, Betriebsratschef von Karstadt, ein Krisentreffen des Gläubigerausschusses. "Die Karstadt-Beschäftigten fragen mich als Mitglied des Gläubigerausschusses, wie es um die aktuellen Verhandlungen steht und erwarten entsprechende Antworten, die ich nicht geben kann", sagte Patzelt zur Bild. Er halte ein außerordentliches Treffen des Gläubigerausschusses für sinnvoll.

25.000 Arbeitsplätze in Gefahr

Patzelt weiter: "Es kann nicht sein, dass wir am Ende der Verhandlungen zwischen Highstreet und Berggruen ohne Käufer dastehen und 25.000 Arbeitsplätze wieder in Gefahr sind." Karstadt dürfe nicht zerschlagen werden.

Highstreet gehören 86 der bundesweit 120 Karstadt-Häuser. An dem Vermieterkonsortium ist unter anderem Goldman Sachs und die Deutsche Bank-Tochter Rreef beteiligt. Highstreet hat Berggruen bislang den Verzicht auf 160 Millionen Euro Mieterhöhungen und 230 Millionen Euro Miete innerhalb der kommenden fünf Jahre angeboten. Das reicht Berggruen nicht.

Zocker-Aktie

Auch wenn Karstadt gerettet werden sollte: Die Auswirkungen auf Arcandor sind gering. Die Aktie bleibt nur etwas für Zocker.

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