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Arcandor: Görg teilt mächtig aus

Andreas Deutsch

Laut Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg haben die Vermieter und der Gewerkschaft Verdi eine Mitschuld an den Verzögerungen beim Verkauf der insolventen Warenhauskette. Der Deal hätte längst abgeschlossen sein können. Unterdessen geht es mit der Arcandor-Aktie bergab.

"Wären Vermieter und Gewerkschaft mir damals ein bisschen mehr entgegengekommen, hätte sich Karstadt besser verkaufen lassen", sagte Görg dem Rheinischen Merkur. "Das Insolvenzverfahren wäre längst abgeschlossen." Das Vermieterkonsortium Highstreet habe es verstanden, die Fristen immer weiter nach hinten zu ziehen, kritisierte Görg. Er selbst könne keinen großen Einfluss auf die Verhandlungen nehmen.

Kritik an Borletti

Der Investor Nicolas Berggruen versucht seit Anfang Juni, Karstadt zu übernehmen. Beim Bieterverfahren um die insolvente Warenhauskette hatte er den Zuschlag erhalten. Allerdings konnte er bislang keine Einigung mit Highstreet bezüglich der Mieten erzielen.

Mittlerweile hat Berggruen Konkurrenz bekommen. Der italienische Kaufhausunternehmer Maurizio Borletti will ebenfalls die Karstadtfilialen übernehmen. Das sieht Görg kritisch: "Es ist so, dass es nicht durchgehend als legal und anständig verstanden wird, wenn jemand wie Herr Borletti nach Ablauf einer Bieterfrist versucht, den Prozess zu behindern", so Görg weiter.

Görg ist optimistisch, dass das Kapitel "Karstadtübernahme" bis zum 1. Oktober beendet sein wird.

Finger weg!

Die Aktie der Karstadt-Mutter Arcandor büßte gestern über drei Prozent ein. Der Titel ist längst zum Zockerpapier verkommen. Seriöse Anleger meiden das Papier.

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