Analysten sagen Ja zu EADS
Sowohl die Analysten der UBS als auch die der Commerzbank bekräftigen ihre Kaufempfehlungen für die EADS-Aktie. Bis zu den genannten Kurszielen bietet das Papier noch reichlich Potenzial.
Der europäische Flugzeug- und Rüstungskonzern EADS will künftig auch in den USA produzieren. Diese Ankündigung dürfte dem Konkurrenten Boeing nicht unbedingt schmecken. Bei den Analysten kommt der Schachzug hingegen gut an.
Produktion in Kundennähe
Für die Schweizer Großbank UBS ist der angekündigte Bau eines US-Werks ein strategisch richtiger Schritt der EADS-Tochter Airbus. Zwar machen Endmontage und Tests von Flugzeugen nur fünf bis zehn Prozent der Kosten beim Flugzeugbau aus, viel wichtiger ist aber die Nähe zum Kunden, so Analyst Charles Armitage. Zudem setzt EADS den Konkurrenten Boeing mit diesem Schritt unter Druck, denn gerade die veralteten Flotten der US-Gesellschaften dürften sukzessive aufgerüstet werden. Airbus bekommt mit dem Bau der Produktionsstätten Zugang zu lokalen und staatlichen Subventionen. Sowohl das Kursziel von 35 Euro als auch die Kaufempfehlung werden daher bestätigt.

Taktisch kluger Schritt
Auch Stephan Böhm von der Commerzbank bekräftigt seine Kaufempfehlung mit dem Kursziel von 35 Euro. Der Bau der Produktionsstätte in Alabama sei für Airbus mit einem geringen Risiko verbunden. Das Procedere wird ähnlich wie beim zweiten außereuropäischen Werk in China sein. Im Gegenzug dürfte der Konzern von günstigen Fertigungskosten profitieren und zudem seine Beziehungen zu den US-Behörden stärken. Gerade Letzteres könnte sich positiv in den Geschäftssparten Eurocopter and Cassidian auswirken.
Blick nach oben
Nachdem der Unterstützungsbereich zwischen 25,18 und 25,39 Euro gehalten hat und zudem der Sprung über den kurzfristigen Abwärtstrend geglückt ist, nimmt die EADS-Aktie langsam wieder Fahrt auf. Investierte Anleger sollten weiter an ihren Stücken festhalten. Das Kursziel von 35,00 Euro wird bestätigt.
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