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Amazon: Angriff auf Apple

Jochen Kauper

Amazon-Chef Jeff Bezos verstärkt den Druck auf Apple im Bereich der Tablet-Computer. Die neuen Modelle des Kindle Fire bekommen eine bessere Ausstattung als die Vorgänger. Die Aktie bahnt sich weiter den Weg nach oben.

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Amazon-Visionär Jeff Bezos strahlte wie ein kleines Kind das gerade ein riesiges Geschenk bekommen hat. Mit einem breiten Lächeln im Gesicht präsentierte Bezos dem Publikum die neuesten Kreationen aus dem Hause Amazon. Mit seinen neuen Kindle-Modellen will Amazon eine breit angelegte Offensive einleiten, die auch das iPad von Apple angreift.

Inhalte sind gefragt

Die Menschen wollen keine Geräte mehr, sondern Dienste, erklärte Bezos die Philosophie, die hinter Amazons Kindle-Geschäftsmodell steckt. Deshalb hätten auch die vielen Tablets mit dem Google-Betriebssystem Android bisher wenig Erfolg gehabt. Die Preise halte Amazon niedrig, weil der Konzern nicht beim Verkauf der Geräte Geld verdienen wolle, sondern wenn Kunden sie nutzen und Inhalte kaufen. Schon seit dem ersten Fire wird davon ausgegangen, dass Amazon bei diesem Gerätepreis draufzahlen muss. Der Konzern profitiert aber von dem direkten Zugang zu den Inhalten in seinem Angebot, den die Tablets bieten.

Preissenkung in Deutschland

Bezos stellte auch einen neuen E-Book-Reader aus Amazons Kindle-Serie vor. Das Modell mit dem Beinamen „Paperwhite" hat einen besonders hellen Bildschirm. Der Akku halte auch bei ständig laufender Beleuchtung acht Wochen, versprach der Amazon-Chef. Die Preise fangen in den USA bei 119 Dollar an. Dieses Gerät wird in Deutschland zunächst allerdings nicht erhältlich sein. Dafür aber senkt Amazon den Preis des klassischen Kindle-Readers von 99 auf 79 Euro.

Shopping ist angesagt

Die Nutzer haben Zugriff unter anderem auf das Amazon-Musikangebot sowie Filme über die Tochter Lovefilm. Die Zahl der Buchtitel in deutscher Sprache sei inzwischen auf 110.000 angewachsen, sagte Deutschlandchef Ralf Kleber. Auch der Cloud Player, mit dem man seine Musik auf Amazons Server hochladen und von dort abspielen kann, wird demnächst verfügbar sein.

Kaufenswert

Die Amazon-Aktie kletterte am Donnerstag auf einen neues Allzeithoch. Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Die neuen Tablets sollten die Margen auf lange Sicht nach oben treiben. Wer es etwas spekulativer möchte, der setzt auf das Hebelprodukt der Deutschen Bank mit der WKN DE2 5XH (Hebel 2,1).

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