Alstria-Zahlen: Gemischtes Bild
Alstria muss überraschend höhere Abschreibungen auf das Immobilienportfolio vornehmen als angenommen. Operativ hingegen ist das Unternehmen auf einem guten Weg. Die Dividendenrendite ist ebenfalls attraktiv.
Auf den ersten Blick enttäuschen die 2009er-Zahlen des Immobilienkonzerns aus Hamburg. Der Nettoverlust fiel mit 79,5 Millionen Euro deutlich höher aus, als dies beispielsweise Immobilienanalyst Andre Remke von der Unicredit erwartet hat. Seine Prognose hatte auf ein Minus von 14 Millionen Euro gelautet. Auch der Ausblick lässt zu wünschen übrig: Alstria erwartet für das Geschäftsjahr 2010 Umsatzerlöse in Höhe von 89 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis (FFO) in Höhe von 27 Millionen Euro, also deutlich weniger als 2009.
Lichte Momente
Laut Remke gibt es aber auch positive Aspekte im Jahresschlussbericht. Dem Unternehmen sei es gelungen, die Inanspruchnahme des Konsortialkredits von 1,1 Milliarden auf 651 Millionen Euro zu reduzieren. Die Bewertungsrendite des Portfolios (Mieteinahmen im Verhältnis zum Bilanzwert des Portfolios) stieg von 5,9 Prozent im Jahr 2008 auf attraktive 6,2 Prozent, so Remke. Ferner sei positiv zu bemerken, dass Alstria im ersten Quartal bereits ein Portfolio mit einem Aufschlag von elf Prozent auf die IFRS-Bewertung veräußert hat. Dies zeige, dass weitere Abwertungen so gut wie ausgeschlossen sind. Zu guter Letzt weise Alstria mit einer Dividendenrendite von 6,3 Prozent ein überdurchschnittliches Niveau auf.
Aktie im Seitwärtstrend
Seit Anfang September 2009 mittlerweile pendelt die Aktie in einer Range von 7,50 bis 8,50 Euro. Jeder Versuch aus diesem Trendkanal auszubrechen wurde bislang im Keim erstickt. Aktuell bewegt sich die Aktie exakt im Zentrum dieses Kanals. Sollte es Alstria gelingen, über die obere Begrenzung zu steigen, wäre die 10-Euro-Marke das nächste Kursziel.

Bei Schwäche kaufen
Die Tatsache, dass die Aktie bei hohen Umsätzen nahezu unverändert im Vergleich zum Vortag notiert, verdeutlicht, dass die Zahlen schwer einzuordnen sind. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Alstria gut aufgestellt ist, über 50 Millionen Euro Barmittel verfügt und noch fast 30 Prozent unter dem Net Asset Value notiert. Anleger sollten versuchen, an schwachen Tagen Stücke einzusammeln, da langfristig von zweistelligen Kursen auszugehen ist.
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Das Zertifikatejournal verweist auf das billige Geld und rät zu einem Derivat auf den DAX.
Die Euro am Sonntag rügt den Apple-Vorstandsvorsitzenden Tim Cook und rät trotzdem zum Kauf der Aktie. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
...mehr |
Die Börse am Sonntag möchte antizyklisch bei Intel einsteigen und stellt zwei passende Derivate vor. Die Euro am Sonntag sieht Hoffnungsschimmer bei First Solar. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots....mehr |
Börse Online erkennt charttechnisches Potenzial bei Trina Solar. Aktien-Strategie setzt auf den bestehenden Aufwärtstrend bei QSC und nimmt die Aktie in das Musterportfolio auf. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots....mehr |
Börse Online rechnet sich mit Cray, dem Hersteller von Super-Rechnern, super Chancen aus. Der Aktionärsbrief hat einen Draht zum Telefon-Hersteller Gigaset gefunden. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots....mehr |
Börse Online sieht "fette Chancen" bei einem Investment in Dürr. Der Aktionärsbrief sieht keinen Grund für allzu viel Sorgen bezüglich Drillisch. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots....mehr |























