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Alstria-Zahlen: Gemischtes Bild

Thomas Bergmann

Alstria muss überraschend höhere Abschreibungen auf das Immobilienportfolio vornehmen als angenommen. Operativ hingegen ist das Unternehmen auf einem guten Weg. Die Dividendenrendite ist ebenfalls attraktiv.

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Auf den ersten Blick enttäuschen die 2009er-Zahlen des Immobilienkonzerns aus Hamburg. Der Nettoverlust fiel mit 79,5 Millionen Euro deutlich höher aus, als dies beispielsweise Immobilienanalyst Andre Remke von der Unicredit erwartet hat. Seine Prognose hatte auf ein Minus von 14 Millionen Euro gelautet. Auch der Ausblick lässt zu wünschen übrig: Alstria erwartet für das Geschäftsjahr 2010 Umsatzerlöse in Höhe von 89 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis (FFO) in Höhe von 27 Millionen Euro, also deutlich weniger als 2009.

Lichte Momente

Laut Remke gibt es aber auch positive Aspekte im Jahresschlussbericht. Dem Unternehmen sei es gelungen, die Inanspruchnahme des Konsortialkredits von 1,1 Milliarden auf 651 Millionen Euro zu reduzieren. Die Bewertungsrendite des Portfolios (Mieteinahmen im Verhältnis zum Bilanzwert des Portfolios) stieg von 5,9 Prozent im Jahr 2008 auf attraktive 6,2 Prozent, so Remke. Ferner sei positiv zu bemerken, dass Alstria im ersten Quartal bereits ein Portfolio mit einem Aufschlag von elf Prozent auf die IFRS-Bewertung veräußert hat. Dies zeige, dass weitere Abwertungen so gut wie ausgeschlossen sind. Zu guter Letzt weise Alstria mit einer Dividendenrendite von 6,3 Prozent ein überdurchschnittliches Niveau auf.

Aktie im Seitwärtstrend

Seit Anfang September 2009 mittlerweile pendelt die Aktie in einer Range von 7,50 bis 8,50 Euro. Jeder Versuch aus diesem Trendkanal auszubrechen wurde bislang im Keim erstickt. Aktuell bewegt sich die Aktie exakt im Zentrum dieses Kanals. Sollte es Alstria gelingen, über die obere Begrenzung zu steigen, wäre die 10-Euro-Marke das nächste Kursziel.

Bei Schwäche kaufen

Die Tatsache, dass die Aktie bei hohen Umsätzen nahezu unverändert im Vergleich zum Vortag notiert, verdeutlicht, dass die Zahlen schwer einzuordnen sind. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Alstria gut aufgestellt ist, über 50 Millionen Euro Barmittel verfügt und noch fast 30 Prozent unter dem Net Asset Value notiert. Anleger sollten versuchen, an schwachen Tagen Stücke einzusammeln, da langfristig von zweistelligen Kursen auszugehen ist.

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