Allianz-Tochter Pimco warnt vor weiteren Bailouts
Die Allianz-Tochter Pimco, der weltgrößte Anleiheninvestor, zeigt sich für die Zukunft der hoch verschuldeten Eurostaaten skeptisch. Der Vermögensverwalter rechnet damit, dass weitere Hilfsmaßnahmen für Griechenland und Portugal notwendig werden und meidet daher weiterhin die Bonds dieser Staaten.
Der weltgrößte Bondinvestor Pimco ist eher skeptisch für die weitere Entwicklung in Europa. So geht etwa der Aktienchef der Vermögensverwalters, Neel Kashkari, davon aus, dass Griechenland und Portugal weitere Hilfspakete benötigen werden. Andrew Balls, Chef des Portfolio-Managements in Europa, erklärte, Pimco sei derzeit „vorsichtig" bei Anleihen aus Frankreich, Spanien, Italien und auch anderen Ländern Kerneuropas. Staatstitel aus Griechenland, Portugal und Irland meidet Pimco derzeit sogar komplett. Balls erklärte: „Griechenlands Austritt aus der Eurozone bleibt weiterhin ein signifikantes Risiko, welches auf andere Länder der Eurozone überschwappen könnte."

Aktie immer noch günstig
Die Warnungen Pimcos müssen Anleger selbstverständlich ernst nehmen. Allerdings sollten die genannten Risiken angesichts der sehr günstigen Bewertung bereits in den Kursen vieler Finanztitel eingepreist sein. So etwa auch bei der Allianz-Aktie, die aktuell mit einem KBV von 0,8, einem KGV 8 und einer Dividendenrendite von rund fünf Prozent sehr attraktiv bewertet ist. Anleger sollten daher dabeibleiben, der Stopp sollte bei 70,00 Euro belassen werden.
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