Allianz: Weniger Commerzbank
Die Allianz, Deutschlands größter Versicherer, wird seine Beteiligungen im Bankensektor womöglich reduzieren. Das berichtet die Börsen-Zeitung. Positive Analystenkommentare könnten der Allianz-Aktie am Mittwoch Auftrieb geben.
Die mögliche Reduzierung sei nicht zuletzt auf neue Regeln zurückzuführen, nach denen Versicherungsgesellschaften dafür bestraft werden, wenn sie an Kreditinstituten beteiligt sind, schreibt die Zeitung unter Berufung auf ein Interview mit Allianz-Finanzvorstand Oliver Bäte. Die Allianz ist laut Börsen-Zeitung unter anderem an der Commerzbank, UniCredit, Banco Popular Espanol und Banco BPI beteiligt. An der Commerzbank hält die Allianz derzeit 2,8 Prozent.
Kursziel 104 Euro
Am Dienstag hatte die Allianz besser als erwartete Zahlen für das erste Quartal 2012 vorgelegt. Mehrere Analysten äußerten sich im Anschluss positiv zur Allianz-Aktie. Equinet stuft das Papier weiterhin mit "Accumulate" ein und nennt ein Kursziel von 104 Euro. Der Versicherer sei auf einem guten Weg, seine Ganzjahresprognose von 4,8 Milliarden Euro Reingewinn zu erreichen, schreibt Analyst Philipp Häßler in seiner Studie.
Roland Pfänder, Experte von der Commerzbank, sieht das Kursziel bei 100 Euro und stuft die Aktie mit "Add" ein. Im ersten Quartal habe ihn insbesondere das Leben- und Gesundheitsgeschäft positiv überrascht, schreibt der Analyst.

So sollten Sie handeln
Die Allianz-Aktie gehört nach wie vor zu den DAX-Favoriten des AKTIONÄR. Das Kursziel lautet 100 Euro, der Stoppkurs sollte bei 75 Euro gesetzt werden. Commerzbank-Aktionäre beachten den Stoppkurs bei 1,40 Euro. Erst, wenn sich die Lage in der europäischen Schuldenkrise merklich entspannt, dürfte sich das Momentum im Bankensektor bessern. Solange drängt sich ein Kauf der Commerzbank-Aktie nicht auf.
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