Allianz: Tochter bereitet Sorgen
Die Aktie der Allianz dürfte im heutigen Handel von einer negativen Meldung der Bankentochter belastet werden. Das Institut dürfte nämlich nicht wie geplant 2014 endlich schwarze Zahlen schreiben, sondern wenn überhaupt erst später.
Die Allianz-Bank bereitet dem Mutterkonzern weiter Sorgen. Markus Rieß, Vorstandschef der Allianz Deutschland, räumte nun im Gespräch mit Der Welt ein: „Mit der Allianz-Bank sind wir sicher nicht zufrieden." So sind bei dem Kreditinstitut, das derzeit rund 350.000 Kunden betreut immer noch keine schwarzen Zahlen in Sicht. Der Turnaround sollte eigentlich zumindest bis 2014 gelingen, Rieß erklärte nun allerdings, dass dieses Ziel mittlerweile wohl nicht mehr erreichbar ist.
„Halte Idee für tragfähig"
Rieß betonte indes die Bedeutung der Allianz-Bank für den DAX-Konzern: „Die strategische Überlegung hinter der Idee halte ich weiterhin für tragfähig: Die Vertreter sollen Kunden, die sie eng an sich binden wollen, auch einfache Bankprodukte anbieten können. Allerdings muss man zugestehen, dass wir bisher nicht die Erfolge haben, die wir uns davon versprochen hatten."

Aktie bleibt attraktiv
DER AKTIONÄR hält trotz der negativen Entwicklung der Banktochter an seiner Einschätzung zur Allianz-Aktie fest: Die Anteile des Münchner Versicherungsriesen bleiben wegen der aktuell niedrigen Bewertung mit einem 2013er-KGV von 6 und einer Dividendenrendite von knapp sechs Prozent für mutige Anleger ein Kauf. Die Banktochter ist zu klein, um den Gesamtkonzern stärker zu belasten. Anleger sollten daher weiterhin Ruhe bewahren. Das Kursziel lautet 100,00 Euro, der Stopp sollte bei 66,00 Euro belassen werden.
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