Allianz: Das wird teuer
Die Allianz hat einen jahrelangen Rechtsstreit um falsche Abrechnungen verloren und muss nun an Versicherungskunden eine Summe in dreistelliger Millionenhöhe nachzahlen. Welche Auswirkungen hat das auf die Aktie des Versicherungsriesen?
Die Allianz gibt sich in einem jahrelangen Rechtsstreit geschlagen. Demnach muss der Versicherungsriese wegen falscher Abrechnungen tausenden Kunden Nachzahlungen leisten. Die Verbraucherzentrale Hamburg hatte den DAX-Konzern verklagt und vom Oberlandesgericht Stuttgart bereits 2011 Recht bekommen. Nun hat die Allianz das urteil akzeptiert. Damit sind zahlreiche Klauseln in den bis zum Jahre 2007 verwendeten Lebens- und Rentenversicherungskontrakten der Allianz ungültig. Die Verbraucherzentrale warf dem Konzern vor, bei vorzeitig gekündigten Verträgen Versicherten zu wenig erstattet zu haben. Betroffen seien etwa 500.000 Verträge, die Zahlungen sollten sich auf durchschnittlich etwa 200 Euro belaufen.
Immer noch attraktiv
Die Zahlungen sind für die Allianz zwar natürlich ärgerlich, aber verkraftbar. Dies zeigt auch der relativ geringe Kursverlust von rund 1,5 Prozent im heutigen Handel. Angesichts der nach wie vor günstigen Bewertung mit einem 2013er-KGV von 9 und einer Dividendenrendite von mehr als vier Prozent bleibt die Aktie der Allianz ein Kauf. Bestehende Positionen sollten mit einem Stopp bei 77,00 Euro abgesichert werden.
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