Verbio: Alles andere als ein Strohfeuer
Der Biokrafstoffhersteller Verbio nimmt die weltweit erste mit Stroh betriebene Biogasanlage in Betrieb. Nachdem das Unternehmen 2011 die schwarze Null geschafft haben dürfte, zeigt sich Vorstandsvorsitzender Claus Sauter für das laufende Geschäftsjahr optimistisch.
In Zörbig, Sachsen-Anhalt, startet der auf Biokraftstoffe spezialisierte Konzern Verbio ein ambitioniertes Projekt. Erstmals soll industriell aus Stroh Biogas gewonnen werden.Hierfür wurden Investitionen von 2,5 Millionen Euro am Standort Zörbig getätigt. „Der wesentliche Aspekt ist, wir nutzen Rohstoffe, die sonst ungenutzt auf den Feldern verrotten würden", so Konzernchef Sauter
2012 wird Entscheidungsjahr
Durch den derzeit hohen Ölpreis könnten Biogas, Biodiesel und Bioethanol dieses Jahr wieder in den Fokus rücken. Verbio ist in allen drei Segmenten engagiert und würde hiervon profitieren. Vorstandsvorsitzender Sauter hatte erklärt, dass sein Unternehmen in diesem Jahr die Weichen für das langfristige Wachstum wolle. Nach Analystenschätzungen dürfte der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr 650 Millionen Euro betragen, bei einem Ertrag von 18 Millionen Euro. Im letzten Jahr war mit einer schwarzen Null der Turnaround aus der Verlustzone geglückt.

Investment mit Zukunft
Der schwelende Iran-Konflikt und die verhalten optimistischen Prognosen für die Konjunktur dürften den Ölpreis auch weiterhin oben halten. Verzögert dürfte hiervon auch die Verbio-Aktie profitieren, zumal der langfristige Trend für alternative Antriebsquellen anhalten wird. DER AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung für spekulative Anleger fest. Das Kursziel verbleibt bei 5,00 Euro mit einem Stopp bei 2,50 Euro.
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