Aktien von BMW, Daimler und Volkswagen unter Druck: Daimler kürzt Produktion
Die deutschen Autobauer stehen am Dienstag trotz einer neuen Kaufstudie unter Abgabedruck. Die Aktien belastet eine Nachricht aus Stuttgart, demnach Daimler seine Produktion am Stammwerk Sindelfingen kürzen wird. Anleger sollten aber Ruhe bewahren.
Die Autowerte zählen neben am Dienstag am deutschen Aktienmarkt zu den größten Verlierern im DAX. Während Conti unter einer Aktienplatzierung leidet (DER AKTIONÄR berichtete), belastet eine Nachricht von Daimler den gesamten Sektor. Ein Update von Goldman Sachs zeigt keine Wirkung.
Weniger Autos ...
Daimler hat heute Morgen nach der Ankündigung seines umfassenden Sparprogramms die Presseberichte über Kürzungen seiner Produktion am Stammwerk in Sindelfingen auf Nachfrage der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX bestätigt. Die Anpassungen begründete der Sprecher unter anderem mit dem fortgeschrittenen Lebenszyklus S-Klasse, denn die nächste Generation der Oberklasse-Baureihe soll 2013 auf die Straße kommen.
... weniger Gewinn
Konzern-Chef Dieter Zetsche hatte am vergangenen Donnerstag eingeräumt, dass Daimlers Pkw-Sparte den angepeilten Rekordgewinn aus 2011 dieses Jahr nicht mehr erreichen werde. Die geringe Auslastung in Sindelfingen ist ein negatives Signal und belastet alle Premiumhersteller, heißt es am Markt.
Wenig glaubwürdig
Die jüngste Studie von Goldman Sachs verpufft dagegen heute. Dies liegt in erster Linie daran, dass die Anleger die nach wie vor sehr hohen Kursziele für die deutschen Autowerte schon lange nicht mehr ernst nehmen.
Bei Daimler senkten die Goldman-Experten das Kursziel von 98 auf 90 Euro. Für BMW wurde das Ziel von 118 auf 107 Euro und für VW von 300 auf 280 Euro reduziert.

Wenig überraschend
Die Nachricht aus Stuttgart kommt zwar nicht überraschend, bringt aber folgerichtig die deutschen Autowerte unter Druck. Anleger sollten deshalb jedoch nicht in Panik verfallen und ihre Aktien auf den Markt werfen. Es sollten die nächsten Tage abgewartet werden, ob der Verkaufsdruck anhält - noch sind die Aussichten für die Autobauer gut und die Bewertungen niedrig.
mit Material von dpa-AFX
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