"Schlaraffenland für Anleger"
Nach Einschätzung des Kölner Top-Fondsmanagers Bert Flossbach hat die Enteignung der Anleger begonnen. "In Zeiten unverzinster Inflation führt für private und institutionelle Anleger kein Weg an Aktieninvestments vorbei", sagt der Stratege.
"Nach Abzug der Inflation macht jeder, der sein Geld auf dem Konto, dem Sparbuch oder in Bundesanleihen anlegt, ein Verlustgeschäft", ist Flossbach vom Vermögensverwalter Flossbach von Storch überzeugt. "Die Enteignung der Anleger hat begonnen, und Ihnen sollte bewusst werden, dass Aktien erstklassiger Unternehmen quasi ein Schlaraffenland sind: attraktive Rendite, verlässliche Gewinne und Schutz vor Inflation."
"Weniger preissensitiv"
Laut Flossbach sollte es erstklassigen Unternehmen möglich sein, ihre Margen in dem derzeitigen inflationären Marktumfeld zu verteidigen. "Gerade den Produzenten von Konsumgütern des täglichen Bedarfs komme zugute, dass Verbraucher im Vergleich zur Großanschaffung weniger preissensitiv sind", sagt Flossbach.
Aktien auch ohne Kursgewinne interessant
Der Experte erwartet, dass das Zinsniveau durch die beschönigte "monetäre Lockerung" der Europäischen Zentralbank trotz steigender Inflation noch lange Zeit tief und der Realzins negativ bleiben würden. "Je länger dieser Zustand anhält, umso mehr müssen Anleger nach rentableren Anlagealternativen suchen, um ihr Vermögen zu sichern und somit der Enteignung durch Inflation zu entgehen."
Für Aktien spreche auch die Dividendenrendite als Bestandteil eines diversifizierten Portfolios. "Seit 20 Jahren ist die Dividendenrendite nicht mehr so hoch gewesen. Sie übersteigt signifikant die Rendite sicherer Staatsanleihen und belohnt so Anleger für das nominale Risiko mit einer angemessenen Prämie." Selbst ohne Aussicht auf Kursgewinne lohne es sich, in Qualitätsaktien zu investieren.
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