Martin Weiß
Die Korrektur der letzten Wochen hat in den Charts der LED-Aktien tiefe Spuren hinterlassen. Die Sorge vor einem weiteren Kursverfall ist nicht unbegründet, nachdem Veeco am Vorabend eine wichtige Unterstützung durchbrochen hat. Gerät Aixtron ebenfalls in den Abwärtsstrudel?
Die Aktie von Veeco Instruments schloss zum Wochenauftakt zweistellig im Minus bei 31,79 Dollar. Nachbörslich ging es um weitere 1,6 Prozent in die Tiefe. Der Verkaufsdruck in dem Titel war enorm, das Handelsvolumen erreichte mit rund vier Millionen gehandelten Aktien das Doppelte des Durchschnittswertes.
50 Prozent Risiko
Die Talfahrt könnte sich - den guten Aussichten für die LED-Branche zum Trotz - weiter fortsetzen, denn mit dem Bruch der Marke bei 33,70 Dollar vollendete Veeco im Tagesverlauf eine Schulter-Kopf-Schulter- (S-K-S) Formation - die Mutter aller Short-Formationen.

Ausgehend vom April-Hoch (Kopf) errechnet sich für Veeco ein mögliches Kursziel im Bereich 13/17 Dollar - das entspricht einem Abwärtspotenzial von 45 bis 58 Prozent.
Auswirkungen auf Aixtron?
Zum Handelsauftakt präsentiert sich Aixtron gänzlich unbeeindruckt von den Vorgaben des US-Konkurrenten. Der Kurs der Aixtron-Aktie zieht in einem freundlichen Umfeld um 1,3 Prozent an. Investierte Anleger sollten dennoch den Stopp bei 18,50 Euro im Auge behalten.
DER AKTIONÄR bewertet den Kursrutsch bei Veeco kritisch und empfiehlt Anlegern, die nach den Verlusten der letzten Wochen auf einen günstigen Einstieg gehofft hatten, abzuwarten, ob sich das Papier nun regelkonform verhält. Ein sicheres Anzeichen hierfür wäre ein Bruch der nächsttieferen Unterstützung bei 30 Dollar.