Aixtron-Aktie nach Gewinnwarnung im freien Fall
Autsch - Aixtron hat überraschend eine Gewinnwarnung für das dritte Quartal 2012 und das Gesamtjahr veröffentlicht. Die Anleger geraten in Panik. Die Aktie schmiert im frühen Handel ab.
Eine halbe Stunde vor Beginn des Xetra-Handels wird Aixtron bei Tradegate mit 9,25 Euro taxiert, ein Minus von mehr als fünf Prozent gegenüber dem Vortag. In einer ersten Reaktion der Anleger war die Aktie des auf Leuchtdioden-Maschinen spezialisierten Anlagenbauers sogar auf 9,00 Euro abgestürzt, bevor eine kleine Erholung einsetzte.
Abschreibungen in Millionenhöhe
Wie Aixtron mitteilte, muss der Konzern aufgrund einer wesentlich schwächer als erwarteten Erholung in der Branche Abschreibungen in Millionenhöhe vornehmen. In der Pressemitteilung ist die Rede von 51,5 Millionen Euro.
Damit ist klar: Die Prognosen für Q3 waren wertlos. Statt eines negativen EBIT im niedrigen zweistelligen Millionenbereich (H&A-Prognose: -15,3 Mio. ) rechnet Aixtron nun mit minus 78 Millionen Euro. Selbst ohne die jetzt angekündigten Wertberichtigungen hätte sich Q3 damit deutlich unter den Erwartungen entwickelt.
Das Gesamtjahr darf wohl ebenfalls abgehakt werden. In der Pressemitteilung heißt es: "Aixtron rechnet im vierten Quartal 2012 mit weiter steigenden Umsatzerlösen, wenn auch in wesentlich geringerem Ausmaß als ursprünglich angenommen. Dies führt dazu, dass das Unternehmen im laufenden Jahr keinen Gewinn ausweisen wird."
Die Hoffnung auf eine Trendwende im Abschlussquartal wird mit dieser Aussage begraben.
Kurzfristige Aussichten trüben sich ein
Fazit: DER AKTIONÄR sieht für Aixtron langfristig weiterhin hohes Potenzial. Die LED in der allgemeinen Beleuchtung wird kommen und dieser Trend wird die Nachfrage nach den Maschinen des Unternehmens antreiben. Kurzfristig sieht es jedoch finster auf.
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