Aixtron: Was bringen die Q3-Zahlen?
Der MOCVD-Anlagenbauer dürften in den letzten drei Monaten erneut tiefrote Zahlen geschrieben haben. Dennoch birgt die Veröffentlichung am Donnerstag einiges an Überraschungspotenzial in sich.
Aixtron berichtet voraussichtlich (hier geht's zum Terminkalender) am Donnerstag über den Geschäftsverlauf für das dritte Quartal, doch schon jetzt steht fest: Wunderdinge sind vom LED-Maschinenbauer kaum zu erwarten. Zuletzt meldeten Branchenbeobachter zwar eine gestiegene Nachfrage nach LEDs. Auch seien in den vergangenen Monaten die vorhandenen Überkapazitäten abgebaut worden. Die Angst vor einem globalen Wirtschaftsabschwung dämpft gleichzeitig aber auf die Investitionslust der Unternehmen.
Zweistelliger Millionenverlust erwartet
Was ist zu erwarten? Die Analysten von Hauck & Aufhäuser (Buy, Ziel 14 Euro) prognostizieren für Q3 ein leicht verbessertes Ergebnis, wobei der Umsatz 59 Millionen Euro erreichen könnte. Bei den wichtigen Auftragseingängen - ein Indikator für das zukünftige Geschäft - geht Tim Wunderlich von 40 Millionen Euro aus. Trotz der Stabilisierung dürfte Aixtron erneut tiefrote Zahlen schreiben. Beim EBIT lautet die Schätzung auf minus 15,3 Millionen Euro.
Worauf sollten man achten? Viele Anleger haben sich mittlerweile enttäuscht von Aixtron abgewandt, glauben nicht mehr an eine schnelle Erholung. Die Stimmung ist schlecht und das spiegelt sich im Aktienkurs wider (aktuell: 10 Euro). Die Wachstumsstory bei Aixtron ist dessen ungeachtet weiter intakt. Die LED in der allgemeinen Beleuchtung kommt ins Rollen und eröffnet dem Unternehmen Umsatzpotenzial in Milliardenhöhe (H&A-Schätzung: circa 3,5 Milliarden Euro). Positive Aussagen des Managements in Richtung der allgemeinen Beleuchtung (ebenso wie ein besser als erwartetes Ergebnis) dürften ein Kurssprung auslösen.
Fazit: DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung für Aixtron fest. Sofern das Unternehmen das Q3-Ergebnis nicht völlig vergeigt, dürfte das Abwärtspotenzial beim Kurs begrenzt sein. Eine positive Überraschung (wenngleich unwahrscheinlich) oder positive Aussagen zum Ausblick eröffnen jedoch erhebliches Kurspotenzial. Für spekulativ orientierte Investoren bietet sich daher ein Einstieg noch vor der Veröffentlichung an.
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