Martin Weiß
An der Wall Street sind am Vorabend die Kurse von Veeco, Cree und Co. in die Höhe geschossen, nachdem ein Wirtschaftsdienst Cree als mögliches Übernahmeziel bezeichnet hatte. Aixtron dürfte von den News ebenfalls profitieren.
Die Vorgaben für Aixtron sind zur Wochenmitte gut: Am Vorabend verteuerten sich die Anteilsscheine des US-LED-Herstellers Cree in New York um rund vier Prozent auf 52,13 Dollar und beendeten damit eine mehrwöchige Talfahrt. Die Aktie von Aixtron-Konkurrent Veeco verbuchte ein Plus von 4,2 Prozent, die von Rubicon Technology um 2,8 Prozent.
Gerüchteküche brodelt
Angeheizt wurde die Stimmung durch die Einschätzung eines Wirtschaftsdienstes, Cree gebe ein attraktives Übernahmeziel ab. Der US-Konzern ist der Weltmarktführer bei ultrahellen weißen LEDs mit einem Börsenwert von 5,6 Milliarden Dollar (4,3 Mrd. Euro) und jährlichen Umsätzen von rund einer Milliarde Dollar (770 Mio. Euro).
In der Branchenstudie "Buying Growth" bzeichnet UBS zudem Veeco Instruments und Rubicon Technology, einen Hersteller von Kristallen, die zur LED-Produktion benötigt werden, als potenzielle "M&A-Kandidaten". Veeco ist nach Aixtron der zweigrößte Hersteller von LED-Produktionsanlagen.
Die Sorge vor Überkapazitäten bei den Maschinenherstellern hatte den Veeco-Kurs von Anfang bis Mitte August um 30 Prozent einbrechen lassen. Zuletzt zeigte sich das Papier aber wieder erholt. Aussagen des Finanzvorstandes, der die Auftragslage als "ziemlich stark" bezeichnete, könnten den Trend verstärken und sollten auch bei den Aixtron-Aktionären für entspanntere Gesicher sorgen.
