Aixtron: Gewinneinbruch in Q4
Der LED-Anlagenbauer Aixtron ist im Abschlussquartal 2011 tief in die Verlustzone gerutscht. Die anhaltende Nachfrageschwäche in der Branche und massive Überkapazitäten machen dem Unternehmen weiter schwer zu schaffen. Aber es gibt auch Lichtblicke.
Die Aixtron-Aktie dürfte mit kräftigen Verlusten in den neuen Handelstag starten. Das im TecDAX gelistete Papier schloss zur Wochenmitte 3,5 Prozent schwächer bei 12,45 Euro. Im laufenden Jahr hat sich der Wert um bislang 27 Prozent in die Höhe geschraubt. Update: Die Aktie bricht vorbörslich um 9,3 Prozent auf 11,30 Euro ein.
Erholung erst zur Jahreshälfte
Die Nachfrageschwäche insbesondere in China drückte den Umsatz im vierten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahr um 38 Prozent auf 140 Millionen Euro. Bei den Auftragseingängen meldete Aixtron einen Einbruch um 86 Prozent auf 29,3 Millionen Euro.
Das kleine Plus beim Umsatz verglichen mit den Analystenschätzungen (erw.: 131 Millionen Euro) dürfte zum Handelsstart kaum ins Gewicht fallen, nachdem Aixtron beim Ergebnis deutlich schlechter als erwartet abgeschnitten hat.
Das Betriebsergebnis (EBIT) brach gegenüber dem Vorjahr (Q4 2010: 86 Millionen Euro) auf minus 16,9 Millionen Euro ein. Unter dem Strich betrug der Verlust je Aktie 0,11 Euro. (Die offiziellen Geschäftszahlen finden Sie hier).
Ausblick? Fehlanzeige!
Nach Einschätzung des Vorstands bleibt die Lage in den nächsten Monaten schwierig: "Aufgrund der aktuell sehr eingeschränkten Vorhersehbarkeit der Auftragslage ist es weitaus schwieriger als in vergangenen Jahren, eine Gesamtjahresprognose abzugeben. AIXTRON geht jedoch davon aus, dass 2012 ein Jahr eines Übergangs zwischen den Investitionszyklen der LED Industrie einhergehend mit vermutlich rückläufigen Umsatzerlösen sein wird. Der Vorstand sieht sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht in der Lage, eine konkrete Umsatz- und EBIT-Prognose abzugeben".

Allerdings gibt es auch einen kleinen Lichtblick für die Aktionäre. Trotz der Probleme geht Aixtron davon aus, "im Gesamtjahr 2012 operativ schwarze Zahlen zu schreiben".
Fazit: Die Q4-Zahlen sind noch schlechter ausgefallen als befürchtet, die Reaktion der Anleger dürfte entsprechend heftig ausfallen (zumal der Vorstand einen Ausblick schuldig geblieben ist). Die langfristigen Aussichten für den Titel bleiben dessen ungeachtet unverändert gut. Anleger sollten einen kühlen Kopf bewahren und den Stop bei zehn Euro im Auge behalten.
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