Martin Weiß
Die Aktie von Aixtron hat sich am Vortag an die Spitze der TecDAX-Gewinner gesetzt und mehr als sieben Prozent im Wert zugelegt. Setzt sich der Aufschwung fort?
Zumindest ein Teil der deutschen Anleger scheint sich sicher, dass Aixtron das Schlimmste überstanden hat. Die Aktie des Unternehmens, dessen Anlagen in der LED-Produktion zum Einsatz kommen, kletterte am Mittwoch um 7,4 Prozent und markierte bei 11,50 Euro den höchsten Stand seit Anfang November 2011. Im vorbörslichen Handel am Donnerstag setzt sich der positive Trend fort.
Wichtiger Widerstand
Auf Sicht der letzten zehn Handelstage hat die im TecDAX gelistete Firma um 17 Prozent an Wert gewonnen und damit die Benchmark klar outperformt. Zum Vergleich: Aixtrons schärfster Konkurrent bei MOCVD-Reaktoren, der US-Konzern Veeco Instruments, verteuerte sich im selben Zeitraum um rund zwölf Prozent auf zuletzt 23,48 Dollar.
Nachrichten, die den Anstieg rechtfertigen würden, gibt es offenbar nicht. Allerdings wurde Aixtron im vergangenen Jahr von den Investoren regelrecht verprügelt, büßte mehr als zwei Drittel an Wert ein. Hintergrund waren der Nachfrageeinbruch bei LEDs insbesondere in China und massive Überkapazitäten.

Gelingt der Break?
Wie geht es weiter? Aus charttechnischer Sicht nähert sich Aixtron jetzt dem wichtigen Widerstand bei 12,63 Euro. Der Kurs markiert das nach dem Ausbruch aus dem längerfristigen Abwärtstrend erreichte Hoch Anfang November. Ein Break im ersten Anlauf ist unwahrscheinlich (nicht unmöglich!).
Im Idealfall baut das Papier im Widerstandsbereich über einige Tage zunächst Druck auf und knackt die Marke anschließend. Aber selbst ein Abpraller mit anschließender Korrektur wäre kein Beinbruch, solange der kurzfristige Aufwärtstrend nicht nach unten durchbrochen wird.
Hinweis: DER AKTIONÄR hat Aixtron am 4.1.2012 in sein Aktien Musterdepot aufgenommen.