Martin Weiß
Die Aixtron-Story wird immer besser: Nach einem Umsatzschub 2009 rechnet der Konzern nun für 2010 mit einer glatten Verdopplung bei den Erlösen. Die rosigen Aussichten treiben die Anleger am Nachmittag in Scharen in den TecDAX-Titel und den Aixtron-Kurs auf ein Mehrjahreshoch.
Wie Aixtron am Nachmittag mitteilte, sei die Firma mit einem "sehr hohen Auftragsbestand von 190,1 Millionen Euro in das neue Jahr gestartet" und rechne vor diesem Hintergrund mit Gesamtjahreserlösen von 600 bis 650 Millionen Euro. Bei der Ebit-Marge wird ein Wert von mindestens 25 Prozent angepeilt. Analysten hatten zuvor zwar ebenfalls mit einer guten Geschäftsentwicklung gerechnet - aber nicht mit einer so guten. An der Börse reagierten die Anleger mit massiven Käufen, die Aktie schoss bis auf 26,75 Euro und damit auf den höchsten Stand seit 2002.
Massives Kaufsignal
"Am 11. März wird der Entwickler von Maschinen zur LED-Produktion seine endgültigen Geschäftszahlen für 2009 vorlegen. DER AKTIONÄR rechnet von dieser Seite allerdings nicht mit nennenswerten Impulsen, nachdem Aixtron bereits Anfang Februar Vorabzahlen veröffentlicht hatte." Am Dienstag noch hatte DER AKTIONÄR die Aktie zwar erneut zum Kauf empfohlen, jedoch nicht mit einem solch starken Ausblick gerechnet. Und befindet sich damit in bester Gesellschaft.
In einer Studie vom Wochenanfang hatten die Analysten der Deutschen Bank zwar das Kursziel für die Aktie auf 30 Euro erhöht. Für 2010 kalkulieren sie hierfür aber mit einem Wert von 540 Millionen Euro beim Umsatz und einem Ebit von 137 Millionen Euro.
Diese Werte sind nun Makulatur. Basierend auf dem Mittelwert der genannten Umsatzspanne errechnet sich ein 2010er-Ebit von 156 Millionen Euro und ein Nettoergebnis von rund 1,05 Euro pro Aktie.

Charttechnisch hat Aixtron mit dem Sprung über den horizontalen Widerstand bei 25,71 Euro ein kräftiges Kaufsignal geliefert und auch operativ läuft es prima für die Westdeutschen. In den kommenden Tagen dürften viele Analysten überarbeitete Studien mit entsprechend angepassten Kurszielen veröffentlichen und damit für frische Impulse sorgen. DER AKTIONÄR erhöht sein Kursziel auf 32 Euro.