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Air Berlin streicht rigoros

Steffen Eidam

Die angeschlagene Fluglinie Air Berlin will mit massiven Streckenkürzungen zurück auf Kurs kommen. Tausende Flüge fallen allein in Hamburg weg. Teuer erkaufte Marktanteile fallen somit der Konkurrenz in die Hände.

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Auf dem Hamburger Flughafen werden in Zukunft nur noch wesentlich seltener die rot-weißen Maschinen von Air Berlin zu Starts- und Landungen ansetzen. Die angeschlagene Fluggesellschaft streicht ihren Flugplan massiv zusammen. Reicht das aus, um wieder in die Gewinnzone zu fliegen?

Massive Streichungen

Die defizitäre Linie Air Berlin wird nach Angaben der Bild-Zeitung eine massive Kürzung ihres Flugplans vornehmen. Demnach sollen ab Oktober rund 4.000 Flüge in Hamburg gestrichen werden. Die Bild beruft sich auf ein internes Schreiben des Flughafenbetreibers Hamburg-Fuhlsbüttel. Dem Norddeutschen Airport droht somit der Wegfall von rund 500.000 Fluggästen. Mit Einbußen müssen auch die Flughäfen in Karlsruhe und Nürnberg rechnen.

Erfolge lassen auf sich warten

Die Restrukturierungsbemühungen der angeschlagenen Airline zeigen bis dato nicht den gewünschten Erfolg. So musste Air Berlin im Juni einen neuerlichen Rückgang der Passagierzahlen verkraften. Noch schlimmer: Die Zahl der Passagiere ging stärker zurück als  das im Rahmen des Sanierungsprogramms "Shape & Size" reduzierte Flugangebot (minus 3,8 Prozent). Infolgedessen sank die Auslastung der Maschinen um einen Prozentpunkt auf 79,0 Prozent. Den Rückgang erklärte Air Berlin mit dem verzögerten Start des Berliner Flughafens. Dies entspricht allerdings nur der halben Wahrheit. Denn während Air Berlin im Juni Kunden in der Hauptstadt verloren hat, legten die Passagierzahlen im Juni insgesamt zu.


Kein Grund zum Einstieg

Von Restrukturierungserfolgen ist bei Air Berlin derzeit nicht viel zu sehen. Mit der massiven Kürzung des Flugplans schenkt die Airline vormals teuer erkaufte Marktanteile her. Trotz der jüngsten Stabilisierung sollten Anleger weiterhin einen Bogen um die Aktie machen.

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