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Air Berlin ist gerettet

Steffen Eidam

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Die angeschlagene Fluglinie Air Berlin hat den Absturz verhindert. Mit dem langfristigen Einstieg der reichen Etihad Airways gelang Deutschlands zweitgrößter Airline der Befreiungsschlag.

Was lange währt, wird endlich gut. Die Weisheit trifft in diesen Tagen bestens auf Air Berlin zu. Die Verhandlungen mit Etihad führten für die Deutschen nun zu einem guten Ende: die Zukunft des angeschlagenen Konzerns ist gesichert. Diese Nachricht dürfte die Aktie abheben lassen.

Keine Komplettübernahme

Die arabische Fluglinie Etihad Airways stockt ihren Anteil an der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft von 3,00 auf 29,21 Prozent auf. Insgesamt soll Etihad demnach rund 31,6 Millionen neuer Aktien zu einem Preis von 2,31 pro Stück zeichnen. Air Berlin fließen rund 73 Millionen Euro zu. Etihad hat sich zudem verpflichtet, diesen Anteil über zwei Jahre zu halten, keine darüber hinausgehende Beteiligung zu erwerben und kein öffentliches Übernahmeangebot für Air Berlin abzugeben.

Etihad wird zudem Finanzierungsmittel von bis zu 255 Millionen Dollar mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2016 bereitstellen. Infolge des Deals wird der Board of Directors der Air Berlin um drei Mitglieder erweitert,  zwei Mandate gehen an Etihad. Auf operativer Basis haben beide Unternehmen eine Code-Share-Vereinbarung geschlossen. Air Berlin erwartet hieraus für 2012 Synergieeffekte von rund 35 bis 40 Millionen Euro.

Augen auf

Die Nachricht des Etihad-Einstiegs sorgt für einen Kurssprung bei der Aktie von Air Berlin. Neben den angekündigten Sanierungsmaßnahmen birgt zudem die Aufnahme als Vollmitglied in der Flugallianz Oneworld Fantasie. Ungeachtet dessen sollten Anleger die finanzielle Situation im Auge behalten. Laufende, teure Kredite müssen zurückgezahlt werden, zudem verschlingen die Umbaumaßnahmen zunächst weiteres Geld. Die Aktie von Air Berlin hat zuletzt ein neues Allzeittief markiert und eignet sich nach wie vor nur für risikobereite Anleger.

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