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Air Berlin gerät zwischen die Fronten

Steffen Eidam

Der Druck auf die defizitäre Fluggesellschaft Air Berlin wächst. Aktuell droht die unfreiwillige Partnerschaft mit Air France zu kippen, bevor sie richtig begonnen hat.

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Oneworld oder Sky Team? Bis vor Kurzem hat sich diese Frage nicht gestellt. Doch aufgrund der neuen Partnerschaft mit Air France gerät die angeschlagene deutsche Fluggesellschaft zwischen die Stühle zweier konkurrierender Flugallianzen.

Etihad gibt den Kurs vor

Die zukünftige Partnerschaft zwischen Air France und Air Berlin kommentierte Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn fast überschwänglich: "Für Air Berlin ist die Zusammenarbeit mit der Air-France-KLM-Gruppe ein weiterer Meilenstein im Aufbau eines einzigartigen, globalen Flugnetzwerks." Mittlerweile ziehen bei der von Partner Etihad auferlegten deutsch-französischen Freundschaft dunkle Wolken auf. Sollten wir enger zusammenrücken, müsste Air Berlin wählen - bei ihrer Allianz zu bleiben oder aber zu Sky Team von Air France-KLM zu wechseln", sagte Air-France-Chef Alexandre de Juniac der FAZ.  

Zwischen den Stühlen

Die jüngsten Ereignisse machen deutlich, dass Air Berlin auf operativer Basis nicht mehr allein entscheiden darf. Großaktionär Etihad (rund 30 Prozent Anteil) mischt sich in Person von CEO James Hogan massiv in die operativen Geschäfte bei Deutschlands zweitgrößter Airline ein. Der Zwist mit dem neuen Partner Air France kommt daher wenig überraschend. Air Berlin steht nun zwischen den Fronten. Der zunächst durchaus vielversprechende Beitritt zur Oneworld-Allianz um British Airways droht nun zu scheitern. Ginge es nach Air France, würde der Wechsel in den konkurrierenden Verbund Sky Team eher heute als morgen vollzogen werden. 

Wie immer die Entscheidung ausfallen mag, Air Berlin wird sie nicht (mehr) alleine treffen dürfen. Eine anhaltende Diskussion dürfte zudem die Aktie von Air Berlin belasten. DER AKTIONÄR bekräftigt daher sein Kursziel von 0,95 Euro.

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