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Air-Berlin-Aktie: Kurs auf’s Allzeittief

Michael Herrmann

Während die Aktienmärkte spätestens seit der vergangenen Woche in den Steigmodus geschaltet haben, ist davon bei Air Berlin nicht viel zu sehen. Die Aktie nimmt stattdessen nach einer kurzen Erholung wieder Kurs auf das Allzeittief. Daran ändern auch neue Besen und Kooperationen nichts.

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Air Berlin steckt tief in der Krise. Besserung soll unter anderem Mohammed Nasr bringen, der ab sofort die Position des Area Managers in Osteuropa übernimmt und die Vertriebs- und Marketingaktivitäten für Air Berlin leitet. Der Wechsel zeigt, dass Großaktionär Etihad Airways seine Muskeln verstärkt spielen lassen will, denn Nasr war zuvor mehrere Jahre für die arabische Airline tätig.

Neuer Partner

Ebenfalls neu ist die Partnerschaft mit dem lettischen Billigflieger Air Baltic. Beide Fluggesellschaften haben ein Codesharing-Abkommen für Flüge zwischen Deutschland und dem Baltikum abgeschlossen. So werden die Riga-Flüge von Air Baltic künftig auch mit Flugnummern von Air Berlin fliegen. Im Gegenzug werden Fluggäste bei Air Baltic zukünftig Anschlussflüge von Air Berlin in verschiedene deutsche Städte buchen können.

Weiteres Abwärtspotenzial

An der Börse sind die Neuerungen bei Air Berlin komplett verpufft. Hier stehen nach wie vor die angespannte Finanzsituation und die tiefroten Zahlen im Fokus. An diesen werden weder das Abkommen mit Air Baltic noch Mohammed Nasr etwas ändern. Die Aktie ist nach einer kurzen Erholung wieder in den Sinkflug übergegangen. Das Allzeittief von 1,47 Euro ist nicht mehr weit entfernt. Selbst dann wäre noch reichlich Luft nach unten. Das AKTIONÄR-Kursziel für Air Berlin lautet 0,95 Euro. Anleger setzen darauf mit dem Turbo-Put der HSBC mit der WKN TB6X29, der seit der Empfehlung in Ausgabe 38 bereits fast 24 Prozent im Plus ist.

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