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Air Berlin: Etihad fordert Kooperation und harte Einschnitte

Michael Herrmann

Die Aktie von Air Berlin steht heute wegen eines Presseberichts im Fokus. Etihad-Chef James Hogan hat die Airline im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung zu einer Kooperation mit Air France gedrängt. Weitere Finanzspritzen seien aber nicht notwendig.

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Die arabische Fluggesellschaft Etihad drängt den angeschlagenen deutschen Partner Air Berlin zu einer Allianz mit dem französischen Konkurrenten Air France. "Wenn sich die Möglichkeit dazu anbieten würde, wären wir erpicht darauf", sagte Etihad-Chef James Hogan im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. Durch eine solche Kooperation sollen Gemeinschaftsflüge mit den Franzosen angeboten und dadurch Kosten gesenkt werden.

Keine weiteren Hilfen

Auch zur Finanzsituation Air Berlins äußerte sich Hogan. Demnach will Etihad dem deutschen Konkurrenten keine weiteren Hilfen mehr verabreichen. "Air Berlin braucht keinen weiteren Kredit von uns", erläuterte Hogan. Für eine erfolgreiche Sanierung seien laut Hogan harte Entscheidungen notwendig, da Air Berlin eine Airline im Übergang sei.

Nichts Neues

Ob Air Berlin tatsächlich keine weiteren Finanzhilfen braucht, bleibt aber abzuwarten. Schließlich ist der Großteil des Geldpakets, das Etihad der deutschen Airline zugestanden hatte, bereits aufgebraucht und die Eigenkapitaldecke weiterhin sehr dünn. Zudem dürfte die Kooperation mit Air France wenig helfen, zumal sich hierbei nach wie vor das Problem ergibt, dass Air Berlin zum Luftfahrtbündnis Oneworld gehört. Die Franzosen sind aber Teil des konkurrierenden Skyteams. An der Einschätzung des AKTIONÄRs hat sich daher durch die Aussagen des Etihad-Chefs nichts geändert.

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