Markus Horntrich
Der Netzwerkspezialist ADVA hat heute die Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Beim Umsatz lagen die Münchener leicht über den eigenen Erwartungen, beim Gewinn innerhalb der Prognosebandbreite. Unter dem Strich ein überzeugendes Ergebnis. Die Aktie könnte bald ein Kaufsignal generieren.
Bei der Vorlage der Q2-Zahlen konnte der Netzwerkausrüster ADVA Optical an die gute Entwicklung in den zurückliegenden Quartalen anknüpfen. Beim Umsatz lagen die Münchener über, beim Gewinn im Rahmen der Prognosen.
Erwartungsgemäß gut
Der Umsatz im zweiten Quartal kletterte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 18 Prozent auf 68,6 Millionen Euro. ADVA selbst hat 63 Millionen bis 68 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Das bereinigte Betriebsergebnis lag mit 1,9 Millionen Euro (EBIT-Marge 2,8 Prozent) innerhalb der Prognosebandbreite von 1,0 bis 5,0 Prozent.
Die Marge hat sich gegenüber dem ersten Quartal zwar etwas verschlechtert, das ist jedoch auf höhere Vertriebs- und Marketingkosten, eine geringere Nettoaktivierung von Entwicklungskosten und auch auf einen Modellwechsel von der etablierten FSP 500-Plattform von ADVA Optical Networking auf die fortschrittliche FSP 150-Plattform zurückzuführen.
Positiver Ausblick
Im zweiten Halbjahr dürfte die Marge wieder klettern. Das Unternehmen geht von geringeren Kosten aus. Zudem sollte sich die Kooperation mit Juniper Networks auf der Umsatzseite bemerkbar machen. Für das dritte Quartal erwarten die Münchener 75 bis 80 Millionen Euro Umsatz bei einer operativen Marge von 2,0 bis 6,0 Prozent.

Vor Kaufsignal
Mit 51 Millionen Euro Barmitteln ist ADVA weiterhin solide finanziert. Die Beteiligung von Juniper sorgt zudem für einen Schuss Übernahmefantasie. Charttechnisch steht der Wert unmittelbar vor einem Kaufsignal. Schafft der Wert den Sprung über die 4,60-Euro-Marke, ist ein neuer Anlauf Richtung Jahreshoch möglich.