Adidas blickt Richtung Zuckerhut
Die Adidas-Aktie zählt zu den interessantesten Werten auf dem deutschen Kurszettel. Diese Einschätzung untermauerte Konzernchef Herbert Hainer einmal mehr. 2013 erwartet der Vorstand in den Schwellenländern weiter steigende Erlöse. Zudem soll der Umsatz bei Sorgenkind Reebok wieder anziehen.
Adidas-Chef Herbert Hainer eilte 2012 bislang von einem sportlichen Großereignis zum nächsten: Australian Open im Januar, Super-Bowl im Februar. Derzeit läuft die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine kurz darauf beginnen die Olympischen Spiele in London. Kein Wunder, dass der sonst eher für seine Zurückhaltung bekannte Hainer seinen Optimismus für das „Supersportjahr" 2012 kaum bremsen kann.
Jagd auf die Nummer 1
Sowohl als Sponsor als auch als Ausrüster zahlreicher Nationalteams und Einzelsportler zieht Adidas wie kein anderes Unternehmen die Aufmerksamkeit auf sich. Die Jagd auf Marktführer Nike ist eröffnet. Zuletzt hatte man im Kampf gegen den Erzfeind immer öfter die Nase vorne. Spätestens in vier Jahren will die Mannschaft um Herbert Hainer die Nummer 1 vom Thron stoßen. Helfen könnte dabei unter anderem der Blick Richtung Brasilien „Brasilien hat ein unglaublich großes Potenzial für uns", so der Adidas-Vorstand Hainer am Freitag in Warschau am Rande der Fußball-Europameisterschaft. Das Land sei der größte Markt Lateinamerikas und dazu unheimlich sportverrückt, so Hainer weiter. Zudem würden mit dem Fifa-Confederations Cup 2013 sowie der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2014 gleich mehrere interessante große Sportveranstaltungen in Brasilien stattfinden. Natürlich will Adidas diese Plattform nutzen, um einmal mehr einen Großangriff auf den Konkurrenten Nike zu starten.

Spielmacher
An eine Pause im Wachstumsmarathon ist also nicht zu denken. Nach dem Umsatz- und Gewinnsprung 2011 ist Hainer auch für das laufende Jahr optimistisch. Mit der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen im Rücken will der Konzern den Umsatz weiter steigern. Bis 2015 soll der Adidas-Umsatz sogar bis auf 17 Milliarden Euro steigen. Zum Vergleich: 2011 wurden 13,3 Milliarden Euro erlöst. In diesem Jahr wollen Hainer und Co den Umsatz um rund zehn Prozent steigern .Der Konzerngewinn soll um 12 bis 17 Prozent zulegen.
Herrlicher Einzelkönner
Ein Steilpass für die Adidas-Aktie. Das 2012er-KGV von 16 ist sicherlich sportlich, aufgrund der hervorragenden Marktstellung sowie den guten Wachstumsraten über das laufende Jahr hinaus, sollten Anleger die Adidas-Aktie in ihr Depot einwechseln.
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