Adidas: Latte gerissen, neuer Anlauf
Die Adidas-Aktie hat kürzlich eine wichtige Chartmarke unterschritten. Jetzt unternimmt das Papier einen neuen Anlauf. Ungeachtet dessen sehen zwei Analysten gehöriges Aufwärtspotenzial.
Aus charttechnischer Sicht sind zuletzt dunkle Wolken bei Adidas aufgezogen. Auch fundamental ist Europas größter Sportartikelhersteller wegen der rückläufigen Entwicklung bei der Tochter Reebok etwas pessimistischer für das Gesamtjahr gestimmt. Auf den zweiten Blick sieht die Sache aber deutlich besser aus.
Intakter Abwärtstrend
Seit dem Hoch im Oktober bei 68,37 Euro geht es mit der Adidas-Aktie permanent abwärts. Dabei ist der Titel zeitweise unter die Unterstützung bei 64,30 Euro (altes Hoch von Mai 2012) gefallen. Die Erholung im Anschluss führte die Notierung bis an den kurzfristigen Abwärtstrend bei 65,72 Euro. Für den wahrscheinlichen Fall, dass der Kurs hier abprallt, wären weitere Verluste bis in den Bereich von 60 Euro wahrscheinlich.
Analysten bleiben optimistisch
Bei der UBS rät man weiter zum Kauf der Adidas-Titel. Finanzchef Robin Stalker habe auf einer Konferenz zuletzt einen sehr positiven Ton angestimmt, begründete Analyst Fred Speirs. Adidas verfügt über genügende Expertise im Handel und habe erstmals in der Geschichte eine spezielle Kampagne für das Weihnachtsgeschäft in die Wege geleitet. Nach Ansicht der UBS zeichnet sich der Konzern durch einen gut diversifizierten regionalen Mix aus. Ferner könne der Konzern bei den Marken adidas und TaylorMade die Schwäche bei Reebok mehr als kompensieren. Das Kursziel lautet auf 72 Euro. Auch das japanische Analysehaus Nomura hat die Einstufung auf "Buy" mit einem Kursziel von 74 Euro belassen. Adidas und PPR seien die "Top Picks" im Luxusgütersektor.

Kurzfristige Schwächephase
Trotz der Probleme bei Reebok sowie der kurzfristig eingetrübten Charttechnik läuft es insgesamt sehr gut bei Adidas. Der Ausblick auf 2013 von Firmenlenker Hainer strotze vor Selbstbewusstsein. Zudem dürfte das bevorstehende Weihnachtsgeschäft die Kassen klingeln lassen. Anleger können schwache Tage zum Einstieg nutzen.
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