Adidas, Hugo Boss und Co im Burberry-Schock
Aktien der Hersteller von Marken und Luxusgütern haben sich in den vergangenen Monaten und Jahren extrem stark entwickelt. Heute allerdings belegen sie reihenweise die hinteren Plätze. Hintergrund ist eine Gewinnwarnung des britischen Luxusgüterkonzerns Burberry. Droht der Branche jetzt größeres Unheil?
Ob Adidas, Hugo Boss, Puma oder der französische Luxusgüterkonzern LVMH. Sie alle leiden heute unter einer Gewinnwarnung des britischen Luxusgüterkonzerns Burberry. Burberrys Aktie ist sogar um mehr als 18 Prozent eingebrochen. Zuvor hatten die Briten geäußert, dass der bereinigte Vorsteuergewinn im Ende März auslaufenden Geschäftsjahr wohl nur das niedrige Ende der Analystenprognosen erreichen werde.
Vorbote für andere Luxuskonzerne
Erst im Juli hatte Burberry bereits vor einer Abkühlung beim Umsatzwachstum gewarnt und die Erwartungen enttäuscht. Einige Marktbeobachter sind der Ansicht, dass Burberry nicht alleine von einer Eintrübung der Geschäfte betroffen ist, sondern vielmehr der erste ist, der offen darüber redet. "Burberry sieht sich vor allem von einer Abschwächung im Luxussegment belastet und das drückt auch auf die Stimmung für Boss", zitiert die Nachrichtenagentur dpa einen Börsianer.

Marke statt Luxus
Sollte sich die allgemeine Stimmung am Luxusgütermarkt eintrüben, wäre dies für Hugo Boss, LVMH und Richemont tatsächlich eine schlechte Nachricht. Adidas ist davon allerdings wenig betroffen. Der Sportartikelhersteller ist zwar ein Marken-, aber kein Luxusgüterkonzern. Insofern sind die heutigen Kursverluste unangebracht. Adidas bleibt daher ein Kauf mit Kursziel 72 Euro.
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Der Sportartikelhersteller Adidas hat im Rahmen seiner Expansionsstrategie die neue chinesische Hauptgeschäftsstelle in Shanghai eröffnet. Der Herzogenauracher Konzern setzt auf den Ausbau seiner Aktivitäten in Schwellenländern, insbesondere China und Russland, um die Ziele des Strategieplans "Route 2015" zu erreichen.
...mehr |
Die Geschäfte beim Herzogenauracher Sportartikelhersteller Adidas laufen blendend. Im Exklusivinterview mit dem Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) äußert sich Finanzvorstand Robin J. Stalker zum aktuellen Geschäftsjahr, zu den Mittelfristzielen und zur künftigen Dividendenpolitik....mehr |
Die Kursrallye des Sportartikelherstellers Adidas setzt sich ungebremst fort. Die Konkurrenz verliert weiter an Boden. Das neue Allzeithoch und ein positiver Analystenkommentar runden das Bild ab....mehr |
Adidas konnte die hohen Erwartungen zuletzt übertreffen. Doch das starke Ergebnis rückt vor der Hauptversammlung am Mittwoch zunehmend in den Hintergrund. Viel brisanter erscheint derzeit eine mögliche Verstrickung in die Affäre um Uli Hoeneß. ...mehr |
Bayern München macht gerade auf der großen Weltbühne Champions League Werbung für den Fußball – und für Adidas. Der AKTIONÄR-Top-Tipp startet gerade durch und bleibt kaufenswert....mehr |























