Markus Horntrich
Vor Ausbruch: Partikelfilter-Hersteller profitiert von weiterer Förderung für Filternachrüstung.
Vor Ausbruch: Partikelfilter-Hersteller profitiert von weiterer Förderung für Filternachrüstung.
Dem Dieselpartikelfilter-Hersteller Twintec (WKN A0L SAT) steht ein erfolgreiches Jahr 2010 ins Haus. Die Regelungen für Umweltzonen werden verschärft. Zudem wird die staatliche Förderung für die Filternachrüstung verlängert. Das dürfte das Geschäft mit Nachrüstfiltern beflügeln. Die Aktie steht kurz vor dem Ausbruch.
Das neue Jahr beginnt für viele Autofahrer unfreundlich. Viele fahren noch mit Diesel-Pkw ohne Rußpartikelfilter. Für diese ist dies gleichbedeutend mit einem Einfahrverbot in zahlreiche Umweltzonen. Denn ab Januar 2010 werden die Einfahrtverbote verschärft. In Berlin und Hannover zum Beispiel dürfen Autos dann sogar nur noch mit grüner Plakette in die Umweltzonen. Allein in Berlin sind davon rund 100.000 Wagen betroffen. Wer gegen die Regel verstößt, kassiert ein Knöllchen über 40 Euro und handelt sich einen Punkt in Flensburg ein.
KGV 7
Anlass genug, um das Auto mit Partikelfiltern nachzurüsten. Der in Königswinter ansässigen Twintec AG stehen daher gute Geschäfte ins Haus. Analysten trauen Twintec im laufenden Jahr 87 Millionen Euro Umsatz zu, was einer Steigerung gegenüber 2009e von über 80 Prozent entsprechen würde. Der Gewinn je Aktie soll dabei von 0,07 auf 1,28 Euro geradezu explodieren. Das 2010er-KGV liegt dementsprechend bei günstigen 7.
60-Prozent nach Ausbruch
Aus charttechnischer Sicht steht das Papier vor dem Ausbruch über die 9-Euro-Marke, was einem Befreiungsschlag gleichkommt. Abgesehen von einer horizontalen Widerstandsmarke bei 9,30 Euro liegt aus technischer Sicht das nächste Kursziel bei 15 Euro. Vom aktuellen Niveau aus entspricht dies einer Chance von über 60 Prozent.
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Spekulativ orientierte Anleger kaufen die Aktie auf aktuellem Niveau um 9,00 Euro mit Stopp bei 8,00 Euro. Selbst bei einem Kurs von 15 Euro wäre das Papier mit einem KGV von 12 noch moderat bewertet. Ein Anstieg in diesen Bereich wäre also auch aus fundamentaler Sicht gerechtfertigt.