2G Energy: Aktie unter Hochspannung
Die Aktie von 2G Energy hat in den letzten Wochen deutliche Kursverluste hinnehmen müssen. Die letzten Zahlen haben die Markterwartungen nicht erfüllen können, wodurch das Papier auf Talfahrt ging. Trotzdem bleibt die 2G-Story weiterhin intakt. Die Aktie hat Potenzial.
Nachdem das Management von 2G Energy einen leichten Umsatzrückgang für 2012 prognostizierte, kannte die Aktie kein Halten mehr. Die Anleger warfen ihre Papiere auf den Markt, so dass die Aktie erst wieder bei Kursen um 27 Euro einen Boden fand. Dabei läuft fundamental nach wie vor alles wie am Schnürchen.
Wachstum pur
2G Energy ist zuletzt in einem atemberaubenden Tempo gewachsen. Im Jahr 2011 stieg der Umsatz um rund 82 Prozent auf 167,3 Millionen Euro. Zum Vergleich: In den Geschäftsjahren 2010 und 2009 erzielte die 2G ein Umsatzwachstum von 79,7 Prozent beziehungsweise 141 Prozent. Das EBIT verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 19,4 Millionen Euro. Die EBIT-Marge hat sich von 10,5 Prozent auf 11,6 Prozent verbessert. Attraktive Einspeisetarife für Strom aus Biogasanlagen sowie Unsicherheiten bezüglich der rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland ab dem Jahr 2012 hatten in der Vergangenheit zu starken Vorzieheffekten geführt. Dennoch hat 2G Energy die Weichen vorzeitig gestellt und das Auslandsgeschäft erfolgreich forciert.
Glänzende Perspektiven
"2013 sollte der deutsche Biogasmarkt zu normalen Verhältnissen zurückkehren. Erstens werden Vorzieheffekte, die 2012 belasten, in 2013 kein Thema sein. Zweitens sollten die Kunden zu diesem Zeitpunkt ihre Projekte auf die neuen EEG-Standards angepasst haben, was zu einem Anstieg der Nachfrage führen sollte", so Analyst Stephan Wulf von Warburg Research. Der Experte erhöhte sogar nach dem Kursrutsch sein Kursziel für das Papier von 2G Energy auf 39,50 Euro. "Gleichzeitig kehrte das 2013e KGV in den einstelligen Bereich zurück und scheint daher für eine Firma mit diesen Wachstumsperspektiven sehr attraktiv zu sein", so Wulf weiter.
Kaufgelegenheit
Wir sehen die 2G-Story nach wie vor als völlig intakt an. Das Wachstum wird im Jahr 2013 weiter gehen. Sogar Börsenaltmeister Hans A. Bernecker verweis in der letzten Ausgabe Der Actien-Börse auf die guten Perspektiven des Unternehmens. "Lesen Sie die Zahlen sorgsam. Das ergibt eine sehr konstante Umsatz- und Ertragsentwicklung, aber ohne spektakuläre Highlights. Der Ausbau dieser Positionen ist fast ein Muss", so Bernecker. Sollte sich der Markt wieder beruhigen, so ist die Aktie von 2G ein klarer Kauf.
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