Alfred Maydorn
Die Aktien der chinesischen Solarfirmen gewinnen verlorengegangenes Terrain zurück. Am Mittwoch legten sie erneut um bis zu neun Prozent zu. Unterstützend wirkt eine neue Studie, die für den chinesischen Markt im nächsten Jahr ein Wachstum von 230 Prozent prognostiziert.
Am Mittwoch notierten chinesische Solaraktien an der New Yorker Börse deutlich fester. Trina Solar stieg um fünf Prozent, Yingli Green Energy legte um acht Prozent zu und der Kurs von JinkoSolar kam sogar um neun Prozent voran. Die Aktien befinden sich seit einigen Tagen in einer Gegenbewegung auf die vorangegangenen scharfen Kursabschläge.
Hohe Verluste
So war etwa der Kurs von JinkoSolar von Anfang Juli bis Ende September um 80 Prozent eingebrochen. Hintergrund: Auch die chinesischen Solarfirmen leiden mittlerweile unter den schrumpfenden Margen und dem weltweiten Überangebot bei Solarmodulen. Zukünftig könnte sich die Lage aber entspannen, weil nun endlich der chinesische Solarmarkt Fahrt aufnehmen soll.
Solarboom in China
In China werden bisher erst 0,2 Prozent des Stroms durch Solaranlagen produziert. Zum Vergleich: In Deutschland sind es bereits über drei Prozent. Dank der im Juli eingeführten Einspeisevergütung in China wird aber bereits für das nächste Jahr mit einer deutlichen Belebung gerechnet. Die Experten von Sustainable Business erwarten für 2011 einen Zuwachs von 230 Prozent auf über 1,6 Gigawatt. Insgesamt seien mittlerweile 1.000 Projekte mit einer Gesamtleistung von 14 Gigawatt in der Planung.
Attraktive Bewertungen
In erster Linie werden die heimischen Anbieter vom Solarboom in China profitieren. Auf dem aktuellen Niveau weisen JinkoSolar, Trina und Yingli attraktive Bewertungen auf. Trotz der zum Teil radikal reduzierten Gewinnschätzungen für 2012 sind die Bewertungen niedrig. JinkoSolar hat ein KGV von 4, Trina Solar kommt auf 5, Yingli Green Energy ist mit 7 nur geringfügig teurer.
Allerdings sollten nur spekulativ orientierte Anleger in diese Titel investieren, weil in den kommenden Wochen weiterhin mit kräftigen Kursausschlägen in beide Richtungen zu rechnen ist.
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