ZYNGA
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Zynga: Facebook-Darling stürzt ab

Die Short-Strategie beim Game-Entwickler Zynga gewinnt an Dynamik. Am Montag brach der Börsenneuling um neun Prozent ein und markierte ein neues Tief. Ohne die Unterstützung der Institutionellen, dürfte sich der Abwärtstrend fortsetzen.

Die Zynga-Aktie schraubte sich am Vorabend kontinuierlich in die Tiefe und verlor bis zum Handelsende neun Prozent an Wert. Die Schlussnotiz bei acht Dollar markiert nicht nur den niedrigsten Stand seit dem mit viel Tamtam inszenierten Börsengang. Auf dem aktuellen Niveau notiert das Papier bereits 20 Prozent unter dem Platzierungspreis. 

Fehlende Unterstützung

An der Wall Street beschäftigte vor allem die Frage nach dem Warum die Anleger. Die wahrscheinlichste Erklärung: Die Institutionellen haben die Unterstützung für die Aktie eingestellt.

Es ist nicht unüblich, dass Konsortialbanken nach einem Börsengang moderate Kurspflege betreiben (zugeben würde das natürlich niemand). Im Fall von Zynga, dem Marktführer bei Wimmelspielchen auf Facebook, sehen die Banker ihre Aufgabe nun offenbar als erledigt an.

Was bedeutet das für die Anleger? DER AKTIONÄR schätzt die Aktie weiter als hochriskant ein. Zynga wird im Vergleich mit anderen Spieleentwicklern mit einer fetten Prämie bewertet und muss deshalb Blockbuster am Fließband produzieren. Der Beweis, dass die Macher hinter Farmville und Cityville der Aufgabe gewachsen sind, steht noch aus.

DER AKTIONÄR hält an seiner negativen Einschätzung zu Zynga vorerst fest. Das Papier besitzt weiteres Abwärtspotenzial bis mindestens sechs Dollar.

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| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

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