GFT Technologies
- DER AKTIONÄR

Zwergenaufstand

Am 3. Januar 2005 von der Deutschen Börse ins Leben gerufen, wurde der German Entrepreneurial Index (kurz GEX) anfangs nur belächelt. Doch dank seiner eindrucksvollen Kursentwicklung in den vergangenen beiden Jahren hat sich der Index als Anlagealternative zu DAX und Co. bewährt. Derzeit umfasst der GEX 106 Unternehmen.

In den zwei Jahren seines Bestehens hat der Mittelstandsindex GEX seine bekannteren Brüder DAX und TecDAX deutlich hinter sich gelassen. DER AKTIONÄR stellt die Favoriten vor.

Am 3. Januar 2005 von der Deutschen Börse ins Leben gerufen, wurde der German Entrepreneurial Index (kurz GEX) anfangs nur belächelt. Doch dank seiner eindrucksvollen Kursentwicklung in den vergangenen beiden Jahren hat sich der Index als Anlagealternative zu DAX und Co. bewährt. Derzeit umfasst der GEX 106 Unternehmen, allerdings wird der Index von wenigen Schwergewichten dominiert. So vereinigen die Top 5 Q-Cells, Software AG, Solarworld, Wacker Chemie und United Internet ein Indexgewicht von 44 Prozent auf sich.

Überflieger Stratec

Performancetechnisch hatten jedoch kleinere Werte die Nase vorne. Allen voran die aktionärs-Empfehlungen Stratec Biomedical und Onvista, die in den vergangenen beiden Jahren um mehrere hundert Prozent zugelegt haben. Während die Onvista-Aktie, die in der jüngeren Vergangenheit vor allem aufgrund der bevorstehenden Kapitalausschüttung zulegen konnte, auf dem aktuellen Niveau ausgereizt erscheint, dürfte sich der Höhenflug des Trading-Depotwertes Stratec auch 2007 fortsetzen. Weiteres Kurspotenzial weisen auch die Altempfehlungen Bauer, Hawesko und Realtech auf. Allerdings sollten in allen Fällen die Stoppkurse zur Gewinnabsicherung nachgezogen werden.

GFT – Noch nicht entdeckt

Zu den aussichtsreichsten GEX-Aktien für 2007 zählt zweifelsohne der IT-Dienstleister GFT, der sich nach dem erfolgreichen Turnaround wieder auf Erfolgskurs befindet. Im Gespräch mit dem AKTIONÄR zeigte sich Vorstandssprecher Ulrich Dietz zuversichtlich, dass die im zweiten Halbjahr 2006 deutlich anziehende Nachfrage auch 2007 für positive Impulse sorgen wird. Insbesondere der Bereich „Resourcing“, in dem sich GFT auf die Vermittlung freiberuflicher IT-Experten spezialisiert hat, wächst dynamisch. Für das laufende Geschäftsjahr peilt Dietz bei einem organischen Erlöswachstum auf über 190 Millionen Euro ein Vorsteuerergebnis von acht bis zehn Millionen Euro an. Inklusive kleinerer Zukäufe dürfte sogar die Umsatzmarke von 200 Millionen Euro übertroffen werden. Für 2008 hält der GFT-Chef eine Vorsteuerrendite von sieben bis acht Prozent für realistisch. Auch die Bilanz lässt mit einer Eigenkapitalquote von 52 Prozent und liquiden Mitteln von 13,5 Millionen Euro keine Wünsche offen. Mit einem KGV von rund 7 auf 2008er-Basis wird die GFT-Aktie derzeit deutlich unter ihrem fairen Wert gehandelt und weist ein Kurspotenzial von mindestens 50 Prozent auf.

United Labels – Buntes Portfolio

Konterfei von Bart Simpson – dem Produktangebot von United Labels begegnet man in jedem Kaufhaus. An der Börse ist der Vermarkter von Comic-Lizenzprodukten zuletzt jedoch in Vergessenheit geraten. Mit dem im Dezember beschlossenen Aktienrückkauf will Vorstand Peter M. Boder dieser Entwicklung entgegentreten. Der Erwerb von bis zu 100.000 Aktien sichert nicht nur den Kurs nach unten ab, er soll auch institutionellen Anlegern den Einstieg ermöglichen. Das 2007er-KGV von 9 sowie die Eigenkapitalquote von 73 Prozent sprechen für ein Engagement. Allerdings muss Boder erst noch beweisen, dass die Auslandsexpansion die erhofften Früchte trägt, nachdem sich vor allem der Ausbau des Großbritannien-Geschäfts deutlich verzögert hat. Im Erfolgsfall winkt eine Kurschance von 40 Prozent.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 03/2007.

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