PIXELPARK AG
- DER AKTIONÄR

Zweites Leben

In Computerwelten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt? Doch. Denn ohne Geld geht selbst hier nichts. Darauf setzt auch die Multimedia-Agentur Pixelpark, die für den Energiekonzern EnBW eine innovative Marketingkampagne entwickelt hat: Wer seinen virtuellen Stellvertreter das erste Mal in die größte 3D-Welt "Second Life" eintauchen lässt, braucht nur in die EnBW-Arena spazieren – hier gibt es kostenlose, virtuelle Sportkleidung.

Die Fusion mit Elephant Seven und das schnelle Wachstum der neuen Medien sprechen für ein Investment in die Pixelpark AG.

In Computerwelten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt? Doch. Denn ohne Geld geht selbst hier nichts. Darauf setzt auch die Multimedia-Agentur Pixelpark, die für den Energiekonzern EnBW eine innovative Marketingkampagne entwickelt hat: Wer seinen virtuellen Stellvertreter das erste Mal in die größte 3D-Welt „Second Life“ eintauchen lässt, braucht nur in die EnBW-Arena spazieren – hier gibt es kostenlose, virtuelle Sportkleidung. Zudem bekommen Second-Life-Spieler Rucksäcke mit Trikotsets. Verteilen die Teilnehmer damit an andere Mitspieler EnBW-Trikots, können sie pro Set zehn Linden-Dollar verdienen – eine Spielwährung, die jederzeit in echte Dollar gewechselt werden kann.

1 + 1 = 3

Auch Aktionäre der Elephant Seven AG haben getauscht. Im Zuge der Übernahme durch Pixelpark haben knapp 90 Prozent der Anleger ihre Aktien für jeweils 0,95 Pixelpark-Anteile abgegeben. Damit kann die Multimedia-Agentur zum deutschen Marktführer aufsteigen. 2005 erlöste Pixelpark 24 Millionen Euro, Elephant Seven elf Millionen Euro. Gemeinsam sind 2007 knapp 60 Millionen Euro Umsatz möglich. Mittelfristiges Firmenziel ist die Erreichung einer Umsatzrendite im zweistelligen Bereich. Dazu beitragen sollen vor allem Synergieeffekte. „Wir erwarten insgesamt Entlastungen im siebenstelligen Bereich“, verriet Pixelpark-Chef Michael Riese im Gespräch mit dem AKTIONÄR. Erste gemeinsame Projekte im Bereich Web 2.0 wurden bereits realisiert. Doch während Kampagnen in Online-Welten aus betriebswirtschaftlicher Sicht noch nicht ins Gewicht fallen, wird mit dem Trendthema IPTV schon ordentlich verdient. Am 7. Februar hat Pixelpark gemeldet,dass für den Newskanal n-tv eine interaktive TV-Lösung realisiert wurde. Durch die Verschmelzung von TV und Internet werden synchron zum normalen Fernsehen zusätzliche Videos, Kurscharts oder Artikel angeboten.

Besseres zweites Halbjahr

Dass im ersten Halbjahr 2006 bei Umsätzen von 17,2 Millionen Euro noch ein Verlust von 1,1 Millionen Euro angefallen war, war auf Kosten für Akquisitionen zurückzuführen. Obwohl auch im zweiten Halbjahr selbige angefallen sind, ist ein deutlich besseres Ergebnis zu erwarten. Operativ dürfte Pixelpark ohnehin Gewinne geschrieben haben.

Aktiv in Zukunftsbranchen

Nicht nur E-Commerce und EMarketing, sondern auch IPTV und Web 2.0 sind Bereiche, an denen zukunftsorientierte Unternehmen heutzutage nicht mehr vorbeikommen. Von der zunehmenden Bereitschaft, in entsprechende Projekte zu investieren, profitiert Pixelpark enorm. Angesichts der daraus resultierenden Wachstumschancen ist die Pixelpark-Aktie mit einem 2007er-KGV von 10 sehr günstig bewertet und daher ein klarer Kauf.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 08/2007.

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