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Zweite Colonia?

Die Aktie der Kölner Immobilienfirma Colonia Real Estate (CRE) stieg innerhalb von eineinhalb Jahren von einem auf fast 50 Euro! Mit der Deutsche REIT AG haben Anleger möglicherweise eine zweite Chance, ein Papier mit ähnlichem Potenzial zu kaufen. Wie CRE geht auch die Deutsche REIT aus einem alten, nicht mehr operativ tätigen Industriebetrieb hervor.

Bei der Deutsche REIT AG gibt es einige Parallelen zum Konkurrenten Colonia Real Estate. Hat auch die Aktie das Zeug zum Highflyer?

Die Aktie der Kölner Immobilienfirma Colonia Real Estate (CRE) stieg innerhalb von eineinhalb Jahren von einem auf fast 50 Euro! Mit der Deutsche REIT AG haben Anleger möglicherweise eine zweite Chance, ein Papier mit ähnlichem Potenzial zu kaufen.

Ehemals Dolerit-Basalt

Wie CRE geht auch die Deutsche REIT aus einem alten, nicht mehr operativ tätigen Industriebetrieb hervor. Im April 2006 übernahmen die beiden Immobilienprofis Stephan Perthel und Jens Liewald den Mantel der Dolerit-Basalt AG und richteten die Gesellschaft als Immobilienunternehmen neu aus. Das Geschäftsmodell besteht nun darin, einen Bestand an hochrentierlichen Wohnimmobilien in wachstumsstarken deutschen Ballungszentren, überwiegend in Westdeutschland, aufzubauen. Weitere Schwerpunkte sind die Bereiche Gewerbeimmobilien, Initiierung von REITS sowie das Asset Management für eigene und fremde Immobilien.

REIT-Fantasie

Seit Aufnahme der Geschäfte im August 2006 hat die Deutsche REIT bereits die ersten Wohnungspakete erworben und zum Teil schon wieder weiterveräußert. Zurzeit befinden sich rund 2.200 hochwertige Wohnungen im Bestand. Bis Ende 2007 wollen die Kölner das Volumen auf etwa 3.500 Wohnungen aufstocken und auch die ersten Gewerbeobjekte in die Deutsche REIT 1 AG einbringen, eine Vor-REIT-Gesellschaft, die später einmal als REIT an die Börse gebracht werden soll. Bei der Umsetzung der eigenen Pläne können Perthel und Liewald auf die Unterstützung der neuen Anteilseigner Silvia Quandt & Cie. und Swiss Real Estate (zusammen fünf Prozent) bauen. Die Schweizer sind auch schon sehr früh bei CRE eingestiegen; ein Geschäft, das sich mehr als ausgezahlt hat.

Die Deutsche REIT wird in Kürze eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr abgeben. Kenner des Unternehmens rechnen damit, dass für das Vorsteuerergebnis ein hoher einstelliger Millionenbetrag in Aussicht gestellt wird. Es wird aber bereits gemutmaßt, dass diese Prognose zu konservativ angesetzt ist und das Unternehmen nur positiv überraschen kann. 2008 dürfte nach Schätzungen des aktionärs das KGV zwischen 5 und 7 liegen, wobei Zuschreibungen wie bei CRE (KGV von 8) üblich noch nicht eingerechnet sein sollen.

Vervielfachungspotenzial

Die Vorstände Perthel und Liewald haben in den wenigen Monaten seit Übernahme der Dolerit-Basalt AG ihr Können aufblitzen lassen. Gelingt es ihnen, das Wachstumstempo auch nur annähernd beizubehalten, ist möglicherweise eine ähnlich phänomenale Kursentwicklung wie bei Colonia Real Estate möglich.

Kursziel bei der Deutsche REIT AG: 55,00 Euro. Stopp: 24,00 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 19/2007.

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