KIRKLAND LAKE GOLD
- DER AKTIONÄR

Zweimal goldrichtig liegen

Vorstandschef Brian Hinchcliffe glaubt fest daran, dass sich Geschichte wiederholt. Daher riss sich der ehemalige Goldman-Sachs-Manager vor fünf Jahren die Kirkland Lake Mine für fünf Millionen Kanadische Dollar unter den Nagel. Ihren Entdecker Harry Oakes machte die Lagerstätte, 500 Kilometer nördlich von Toronto gelegen, in den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts zum reichsten Mann der Welt.

Für eine Handvoll Dollar schnappten sich clevere Investoren eine vernachlässigte Mine in Kanada, die einst dem reichsten Mann der Welt gehörte.

Vorstandschef Brian Hinchcliffe glaubt fest daran, dass sich Geschichte wiederholt. Daher riss sich der ehemalige Goldman-Sachs-Manager vor fünf Jahren die Kirkland Lake Mine für fünf Millionen Kanadische Dollar unter den Nagel. Ihren Entdecker Harry Oakes machte die Lagerstätte, 500 Kilometer nördlich von Toronto gelegen, in den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts zum reichsten Mann der Welt. Hinchcliffe hofft nun, diesen Erfolg wiederholen zu können.

Milliardär aus Schottland

Mit im Boot sitzt Hinchcliffes’ Freund Harry Dobson. Das Duo hält jeweils zehn Prozent des Kirkland-Kapitals. Dobson ist siebtreichster Mann Schottlands und ehemaliger Großaktionär von Manchester United. In New York erläuterte Hinchcliffe dem AKTIONÄR seine Pläne. Die Mine wurde hauptsächlich zwischen 1918 und den 60er- Jahren ausgebeutet, danach aufgrund des tief gestürzten Goldpreises schrittweise stillgelegt. Alles in allem wurden fast 22 Millionen Unzen abgebaut. Die beiden neuen Investoren ließen zunächst die Schächte dreieinhalb Jahre lang entwässern – die Mine ist von Seen umgeben. Das verschlang zwölf Millionen Kanadische Dollar. Jetzt versprechen sie, bis 2009 fünf Millionen Unzen Gold abzubauen, derzeit sind drei Millionen Unzen nachweisbar. Auf Sicht der nächsten 50 bis 60 Jahre hoffen sie sogar, bis zu 22 Millionen Unzen zu heben – wie bereits in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts geschehen. Ein äußerst ehrgeiziges Vorhaben.

Übernahmefantasie

Im Grunde verfolgen sie nur ein Ziel: Die Liegenschaft soll mit Bohrungen in den kommenden Jahren erkundet und entwickelt werden. Es geht darum, einen großen Wettbewerber wie Goldcorp zu finden, der ein Übernahmeangebot unterbreitet. Sollten in der Tat fünf Millionen Unzen vorhanden sein, so sind bei einem unterstellten Gebot von 300 Kandischen Dollar je Unze 1,5 Milliarden Kanadische Dollar Unternehmenswert realistisch. Derzeit zeigt die Börsenwaage aber nur 487 Millionen Kanadische Dollar an. Mit anderen Worten entspräche dies einem theoretischen Kursteigerungspotenzial um den Faktor 3. Gewiss ist dies eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Dennoch sollten Liebhaber des gelben Edelmetalls ein Auge auf Kirkland werfen.

Hohe Ausbeute

Das Risiko ist überschaubar: In der Kasse liegen 16 Millionen Kanadische Dollar, die Bilanz ist frei von Schulden. In der Vergangenheit lag die Ausbeute bei 15 Gramm pro Tonne Gestein. Das ist exzellent, weltweit liegt der durchschnittliche Grad bei allenfalls sechs bis acht Gramm je Tonne. Hinchcliffe stellt sogar 17 bis 18 Gramm in Aussicht. Neue Bohrungen brachten sogar bis zu 32 Gramm je Tonne zu Tage. Binnen Jahresfrist legte der Titel um rund 60 Prozent zu.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 08/2007.

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| Markus Bußler | 0 Kommentare

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