Wacker Neuson
- DER AKTIONÄR

Zwei-Milliarden-Schwelle im Visier

Bei Wacker Construction scheint alles nach Fahrplan zu laufen. Im Anschluss an den Börsengang im Frühjahr dieses Jahres konnte der Münchener Baumaschinenhersteller wie vorgesehen die Fusion mit der österreichischen Neuson Kramer Baumaschinen AG abschließen.

Wacker Construction will nach der Fusion mit Neuson Kramer 2008 eine Milliarde umsetzen. In fünf Jahren könnten es bereits zwei sein.

Bei Wacker Construction scheint alles nach Fahrplan zu laufen. Im Anschluss an den Börsengang im Frühjahr dieses Jahres konnte der Münchener Baumaschinenhersteller wie vorgesehen die Fusion mit der österreichischen Neuson Kramer Baumaschinen AG abschließen. Einzig die schwache Entwicklung des Aktienkurses trübt das Gesamtbild. Vom Ausgabekurs bei 22,00 Euro ist das Papier mittlerweile 40 Prozent entfernt.

Grenzüberschreitende Expansion

Der Zusammenschluss mit Neuson Kramer bildet die Grundlage für weiterhin nachhaltiges Wachstum. Insbesondere der Bereich Kompaktklasse, zu dem unter anderem Radlager und Minibagger zählen, bietet enormes Wachstumspotenzial. Bisher ausschließlich in Europa vertrieben, sollen diese Produkte zukünftig weltweit vermarktet werden. Neben den USA steht Asien, wo gegenwärtig die Vorbereitungen für die Gründung einer Tochtergesellschaft in Indien auf Hochtouren laufen, ganz oben auf der Agenda. Im philippinischen Manila wird noch 2007 ein neues Werk seine Pforten öffnen. Daneben investiert Wacker Construction auch in Europa. So wurde erst kürzlich eine Produktionsstätte in Korbach eröffnet.

"Mindestschwellen überschreiten"

Das neu entstandene Unternehmen will im kommenden Jahr die Milliarden-Grenze beim Umsatz durchbrechen. Für dieses Jahr werden mindestens 720 Millionen Euro angepeilt, der operative Gewinn soll über 120 Millionen Euro betragen. Dr. Georg Sick, Vorstandsvorsitzender von Wacker Construction, machte im Gespräch mit dem aktionär deutlich, dass er zuversichtlich sei, „diese Mindestschwellen auch überschreiten“ zu können.
Für die kommenden Jahre kündigte er weiteres organisches Wachstum an, ergänzt durch die eine oder andere Akquisition. Mit Blick auf die langfristige Entwicklung fügte er hinzu: „Ob wir in fünf Jahren bereits zwei Milliarden Euro Umsatz machen, kann ich heute noch nicht sagen. Dass wir uns diese Schwelle allerdings vornehmen, kann ich Ihnen versprechen.“

Fazit

Wacker Construction wird an der Börse gegenwärtig mit dem Neunfachen des für 2008 erwarteten Gewinns in Höhe von 1,40 Euro je Anteilschein bewertet. Zu wenig angesichts der Wachstumsfantasie, die aus der fortschreitenden Internationalisierung des Geschäfts resultiert. Hinzu kommt, dass die unternehmenseigene Prognose für das laufende Jahr als sehr konservativ einzuschätzen ist. Interessierte Anleger beginnen daher auf dem aktuellen Kursniveau mit dem Aufbau einer ersten Position.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 49/2007.

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