Concord Investmentbank
- DER AKTIONÄR

Zwei auf einen Streich

Es verspricht ein goldener Herbst für die Concord Effekten AG zu werden. Die Wertpapierhandelsbank begleitet mit der Hahn-Immobilien-Beteiligungs AG und der CFI Fairpay AG gleich zwei für Oktober angekündigte Börsengänge. Dabei profitiert Concord beim IPO der CFI Fairpay doppelt. Gehen die Börsengänge wunschgemäß über die Bühne, dürfte Concord im vierten Quartal hohe außerordentliche Gewinne ausweisen.

Die Concord Effekten AG begleitet zwei aktuelle Börsengänge und verdient am "CFI Fairpay"-IPO doppelt.

Es verspricht ein goldener Herbst für die Concord Effekten AG zu werden. Die Wertpapierhandelsbank begleitet mit der Hahn-Immobilien-Beteiligungs AG und der CFI Fairpay AG gleich zwei für Oktober angekündigte Börsengänge. Dabei profitiert Concord beim IPO der CFI Fairpay doppelt. Zum einen von der der Emissionsbank zustehenden Provision. Richtig lukrativ wird der Börsengang jedoch dadurch, dass Concord derzeit (pre IPO) mit 42,5 Prozent an dem Aufkäufer von laufenden Kapitallebensversicherungen beteiligt ist. Dem AKTIONÄR vorliegenden Informationen zufolge ist mit einer Emissionsbewertung von etwa 45 Millionen Euro zu rechnen. Damit wäre allein die Beteiligung an CFI rund 15 Millionen Euro wert – die gesamte Concord Effekten AG hat derzeit jedoch nur eine Marktkapitalisierung von 26 Millionen Euro.

"Keine Probleme"

Geht der Börsengang wunschgemäß über die Bühne, dürfte Concord im vierten Quartal hohe außerordentliche Gewinne ausweisen. Der Concord-Vorstandsvorsitzende Dirk Schaper zeigte sich im Gespräch mit dem AKTIONÄR sehr zuversichtlich, dass der Börsengang der Tochter und die ebenfalls für Oktober anvisierte Neuemission Hahn-Immobilien-Beteiligungs AG klappen. „Wir sehen hier keine Probleme“, so Schaper. Und mit diesen beiden Börsenneuligen hat die Emissionsbank ihr Pulver noch lange nicht verschossen. „Die IPO-Pipeline ist sehr gut gefüllt“, so der Concord-Chef. Einen Zeitplan für die weitere Begleitung von Neuemissionen gibt es noch nicht. Großes Potenzial verspricht außerdem der Aufbau eines eigenen Asset-Managment-Geschäfts. Auch im Bereich Wertpapierhandel hätten die Umsätze nach dem Sommerloch mittlerweile wieder angezogen. Concord Effekten sieht sich gut im Plan, in der zweiten Jahreshälfte an die sehr guten ersten sechs Monate 2006 anzuknüpfen. Sogar ohne einen Ertragsanteil aus einer CFIFairpay-Kapitalerhöhung wurde in diesem Zeitraum ein Überschuss in Höhe von 1,35 Millionen Euro erzielt.

Spekulativ kaufen

Die Aktie ist gerade aus dem seit Anfang Juni intakten Seitwärtstrend ausgebrochen und dabei, die psychologisch wichtige Drei-Euro-Marke nachhaltig zu überwinden. Vieles spricht für weiter steigende Kurse. Denn neben der Perspektive zweier anstehender Börsengänge ist Concord Effekten mit einem 2007er-KGV von 10 günstig bewertet.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 40/2006.

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