Allianz
- Thorsten Küfner - Redakteur

Zinswende? Allianz-Tochter verliert 10 Milliarden Dollar

Die Allianz-Tochter Pimco, der weltgrößte Rentenfonds, musste im Juni einen dramatischen Aderlass verkraften. So zogen die Kunden insgesamt 9,9 Milliarden Dollar ab. Was sind die Gründe hierfür und wie sind die Auswirkungen für die Allianz?

Die Furcht vor einem Ende der ultralockeren Geldpolitik der USA (für die allerdings noch die US-Konjunktur nachhaltig anspringen muss, was derzeit noch nicht klar absehbar ist) treibt offenbar immer mehr Anleger weltweit aus Anleihen heraus. So verzeichnete der weltgrößte Rentenfonds Pimco allein im Juni einen Kapitalabfluss von satten 9,9 Milliarden Dollar. Im Mai hatten Investoren der Allianz-Tochter und ihrem Starmanager Bill Gross bereits 1,3 Milliarden Dollar entzogen. Sollten nun auch die Anleger angesichts der möglichen Zinswende bei der Allianz die Reißleine ziehen?

Keine Angst vor der Zinswende

Allianz-Aktionäre können ruhig bleiben. Denn trotz des kurzfristig eher negativen Effekts für die Tochter Pimco würde der Versicherer mittel- bis langfristig erheblich von höheren Zinsen profitieren. Das anhaltend niedrige Zinsniveau stellt für die Münchner vor enorme Probleme, da die Kundengelder kaum noch sicher und (!) rentabel angelegt werden können. Zudem hat es die Allianz wegen der anhaltend niedrigen Zinsen auch schwer, neue Lebensversicherungen und andere Anlageprodukte zu verkaufen. Ein Ende der Phase des billigen Geldes wäre für den DAX-Konzern daher letztlich deutlich positiv zu werten.

Aktie bleibt ein Kauf

DER AKTIONÄR hält an seiner positiven Einschätzung für die Allianz-Aktie fest. Mit einem KGV von 9 und einer Dividendenrendite von mehr als vier Prozent sind die Anteile des Versicherungsriesen immer noch günstig bewertet und bleiben für konservative Anleger ein Kauf. Der Stopp sollte bei 91,00 Euro belassen werden.

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