DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Zinsangst ist zurück - Dow verliert nach Fed Minutes 500 Punkte - DAX unter 12.400!

Nach Veröffentlichung des Protokolls der letzten Fed-Sitzung um 20:00 Uhr MEZ sah es für kurze Zeit so aus, als ob die Wall Street ein Kursfeuerwerk abfackeln würde. Doch es dauerte nicht lange, bis es auf dem Börsenparkett lichterloh brannte. In den 120 Minuten bis Handelsende büßte der Dow Jones Industrial knapp 500 Zähler ein. Die Auswirkungen sind auch hierzulande zu spüren.

Broker taxieren den DAX aktuell auf 12.370 Punkte - das sind rund 100 Punkte weniger als zum Xetra-Schluss. Dabei haben sich die US-Notenbanker bei ihrem Meeting im Januar gar nicht darauf festgelegt, wie viele Zinsschritte es in diesem Jahr geben wird. Laut Protokoll heißt es lediglich, ein besserer Ausblick für das Wirtschaftswachstum erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass weitere, graduelle Zinsschritte angemessen seien.

Keine Panik!

Dennoch zog die Rendite für die 10-jährigen US-Bonds an; und das ist Gift für die Aktienmärkte. Andererseits legte auch der Dollar zu, was den deutschen Exporteuren zugute kommt. Vor diesem Hintergund muss man erst einmal abwarten, wie die Märkte diese Nachricht in den nächsten Tagen verdauen. Geduld ist weiter gefragt.

Technisch betrachtet hat sich der DAX vorerst wieder vom Widerstand bei 12.500 Punkten entfernt. Die Lage ist aber solange nicht dramatisch, wie die Unterstützung bei 12.000 Zählern verteidigt werden kann. DER AKTIONÄR bleibt deshalb weiter an der Seitenlinie und verweist auf den DAX-Check in der neuen Ausgabe, die Sie hier downloaden können.

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