DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Zaudernde US-Notenbank und Hexensabbat - DAX vor Einbruch?

Der deutsche Aktienmarkt wird am Freitag leicht im Minus erwartet. Die amerikanische Notenbank Fed hatte am Vorabend ihre Leitzinsen unverändert gelassen und spielt bei ihrer lang erwarteten Zinswende weiter auf Zeit. Der Broker IG taxierte den DAX am frühen Freitagmorgen bei 10.204 Punkten und damit um 0,25 Prozent unter Xetra-Schluss. Zudem steht der "Hexensabbat" an.

Weiter Unsicherheit

"Mit der aufgeschoben Zinswende in den USA ist die Unsicherheit über die künftige Zinsentwicklung und den Weg der Wirtschaft weiter gestiegen", sagte Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel. Die US-Börsen haben nach einer Achterbahnfahrt in Reaktion auf die Zinsentscheidung am Vorabend letztendlich etwas nachgegeben. Seit Xetra-Schluss verlor der Future auf den Dow Jones 0,41 Prozent.

In Asien sehen die Börsianer ein gemischtes Bild. Der Nikkei verliert zur Stunde etwa 1,4 Prozent. Sowohl an den chinesischen Börsen als auch an den anderen Schwellenländerbörsen in Asien geht es aber mit den Kursen nach oben. Hier dürfte Erleichterung darüber herrschen, dass die Fed noch nicht tätig geworden ist, weil Anleger sonst eine Kapitalflucht aus diesen Ländern befürchten.

"Dreifacher Hexensabbat"

In Deutschland wird heute nicht nur die Fed-Entscheidung heiß diskutiert werden, es kommt auch zum "dreifachen Hexensabbat". An jedem dritten Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember verfallen an der Terminbörse Eurex drei Kategorien von Derivaten: Um 12:00 Uhr laufen die Futures und Optionen auf die europäischen Stoxx-Indizes aus, eine Stunde später enden die Futures und Optionen auf den DAX. Zum Xetra-Schluss um 17:30 Uhr werden die Optionen auf Einzelaktien abgerechnet. Börsianer verweisen darauf, dass Kurse im Zuge dieses Verfalls teilweise heftig schwanken können.

Vorsicht gefragt

DER AKTIONÄR hätte von der Fed einen Zinsschritt erwartet, um damit die Unsicherheit aus dem Markt zu nehmen. Kurzfristig könnte dieses Verhalten die Kurse an den westlichen Aktienmärkten noch eine Weile belasten. Eine genauere Einschätzung zum DAX sehen Sie täglich im DAX-Check unter www.daf.fm kurz nach 10:00 Uhr.

(Mit Material von dpa-AFX)

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