Zalando
- Jonas Groß - Volontär

Zalando trotz tiefroter Zahlen Topperformer– beschleunigtes Umsatzwachstum

Zalando wächst weiter kräftig – doch schreibt tiefrote Zahlen. Der Verlust stieg im abgelaufenen Quartal aufgrund hoher Kosten für den Ausbau des Geschäftsmodells auf 28,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage der endgültigen Quartalszahlen mitteilte. Im Vorjahresviertel hatte das Minus 0,5 Millionen Euro betragen.

 

Hohe Kosten

Erhöhte Ausgaben für das Marketing, Kosten für eine schnellere Belieferung sowie hohe Investitionen in die Technologie hatten Zalando im dritten Quartal belastet. So schnellten die Vertriebskosten um 62 Prozent auf knapp 283 Millionen Euro nach oben.

Wachstumsmodus

Bei den Erlösen konnte Zalando durch die wachsende Kundenzahl und eine höhere Anzahl an Bestellungen hingegen Tempo machen. Auch durch gestiegene Marketingausgaben wuchs das Umsatzwachstum kräftig. Im dritten Quartal stiegen die Umsätze um 42,2 Prozent auf 713,1 Millionen Euro. Somit beschleunigte sich das Wachstum im Vergleich zum Vorquartal. Die Erlöse übertrafen die Markterwartungen etwas.

Prognosen für das Geschäftsjahr

Bis Ende des Geschäftsjahres werde der Umsatz auf knapp drei Milliarden Euro steigen, hieß es. Konkret peilt Zalando für 2015 ein Plus von 33 bis 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Die bereinigte EBIT-Marge soll etwa drei bis vier Prozent betragen.

 

Allzeithoch in Reichweite

Zalando setzt seinen eingeschlagen Weg fort: Umsatzwachstum und Steigerung des Marktanteils als oberste Priorität, auch zu Lasten der Gewinne. Die Anleger reagieren positiv auf die Zahlen. Am Morgen liegt die Zalando-Aktie deutlich im Plus und ist Top-Performer im MDAX. Die Schwächephase Ende August konnte in den letzten Wochen endgültig überwunden werden. Das Allzeithoch ist nicht mehr weit entfernt. DER AKTIONÄR hält den Titel im Aktien-Musterdepot und rät Anlegern dabeizubleiben.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

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  • Margin Call -
    Ob das jemals ein nachhaltig profitables Unternehmen wird? Amazon zeigt ja, wie es geht: Immenser Börsenwert, aber de facto keine Gewinne, was anscheinend niemanden stört, weil die Phantasie so groß ist. Nur: Was ist denn die Perspektive? Wie sollte man E-Tailer in Bezug auf EPS etc. bewerten? Ist die Tatsache, dass ein Unternehmen E-Commerce macht, allein ein Grund für eine völlig andere Bewertung als ein Brick & Mortar Business in derselben Branche? Zumal die E-Tailer ja neuerdings Retail-Geschäfte eröffnen. Wachstum rechtfertigt eine hohe Bewertung nur, wenn in der Zukunft entsprechende Gewinne resultieren. Die Aktien von Unternehmen mit riesigen Umsätzen, aber geringen Gewinnen sind allgemein nicht begehrt (es sei denn, sie sind im E-Commerce).

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